Hochleistungs-Abfülltechnik für Wein- und Sektbetriebe

Innofill Glass Micro DPG Trinox

Mit dem Innofill Glass Micro brachte KHS erst kürzlich eine neue Füllmaschinen-Baureihe speziell für kleine und mittelständische Getränkeunternehmen in den Markt.

Zunächst profitierte die Brau- und Softdrinkbranche von der Plattform-Lösung, auf der sich unterschiedliche rechnergesteuert arbeitende KHS-Füllsysteme aufbauen lassen. Zukünftig gibt es Innofill Glass Micro auch für Wein- und Sektbetriebe. Hintergrund: Auch hier wächst der weltweite Bedarf an hygienischen und qualitativ hochwertigen Füller-Lösungen für den kleinen und mittleren Leistungsbereich stetig.

Generell profitieren Kunden bei der Baureihe Innofill Glass Micro von umfassender KHS-Erfahrung im Bereich der Hochleistungs-Abfülltechnik. Zahlreiche für den Hochleistungs-Bereich etablierte und permanent weiterentwickelte Komponenten gelangen hier zum Einsatz. Darunter beispielsweise Füllsysteme, Antriebs- und Steuerungssysteme, Verschließelemente, Rinsstationen oder auch Hubelemente. Zudem ist die Nutzung vieler hochentwickelter KHS-Technologien für den Betreiber einer Anlage besonders vorteilhaft. Sie spielen Pluspunkte wie die besonders sauerstoffarme Abfüllung bei niedrigen CO2-Verbräuchen oder auch die äußerst hohe Füllgenauigkeit gezielt aus.

In drei Baugrößen erhältlich
Der Innofill Glass Micro für die Wein- und Sektbranche verfügt wahlweise über 24 bis 60 Füllstellen und realisiert Leistungen von 3.000 bis zu 20.000  Flaschen/h. Das System verarbeitet Flaschengrößen von 0,1- bis 2,0 Liter. Optional ist neben der Glasflaschenabfüllung auch die Abfüllung in PET-Flaschen. Die Maschinen stehen in drei Baugrößen zur Verfügung. 

Zum Einsatz gelangt das Füllsystem DPG Trinox, das sowohl Gleichdruckbetrieb als auch Druckfüllung ermöglicht. Zwischen beiden Füllverfahren lässt sich per Knopfdruck umschalten. Vor dem Füllvorgang ist bei DPG Trinox die ein- oder mehrfache Vorevakuierung mit zwischengeschalteten Spülungen mit CO2 oder Stickstoff  möglich.  Bei gewünschter Druckfüllung erfolgt vor Füllbeginn der Prozess des Vorspannens. Das Produkt wird bei DPG Trinox über eine Drallgassperre an die Flaschenwand geleitet.

Bislang als Ableitsysteme eingesetzte und in den Flaschenhals hineinragende Kunststoff-Ableitschirmchen kommen hier nicht mehr vor. Beste Hygiene und Produktsicherheit ist somit gegeben. Die Füllphase ist beendet, sobald das Rückgasrohr durch aufsteigendes Produkt verschlossen wird. Wesentlich: Produkt-, Gas- und CIP-Medienzuführung erfolgen bei Einsatz von hygienischen  Dichtungen, Membranen und Faltenbälgen, die keine Möglichkeit für Ablagerungen und Biofilmbildung eröffnen.

Präziseste Füllhöhen möglich
Durch die Anwendung des vielfach bewährten Trinox-Verfahrens lassen sich bei DPG Trinox präziseste Füllhöhen erreichen. Die Vorgehensweise: Vom Trinox-Kanal aus wird ein Druck auf den Füllgutspiegel der zuvor überfüllten Flasche aufgebaut, der bei praktiziertem Gleichdruckbetrieb ebenso wie bei der Druckabfüllung jeweils 0,3 bis 0,5 bar über dem eingestellten Fülldruck liegt. Dieser Überdruck bewirkt, dass überschüssige Flüssigkeit über das im Zentrum von Flasche und Füllventil angeordnete Trinox-Rohr schonend in den Ringkessel zurückgeführt wird.

Exakt in dem Augenblick, in dem ein definierter minimaler Spalt zwischen Füllgutspiegel und dem Ende des Trinox-Rohres entsteht, endet dieser Prozess. Die mit der Trinox-Technologie realisierten äußerst exakten Füllhöhen bedeuten Kosteneinsparung auf der Produktseite und lassen die Verarbeitung von Naturkorken zu.

Reduzierte Komplexität und Betriebskosten
Ein weiterer wesentlicher Pluspunkt des Innofill Glass Micro betrifft die KHS-Doppelventilsteuerung. Bislang sind beim Füllsystem DPG Trinox pro Füllstelle insgesamt drei pneumatische Schaltfunktionen nötig. Dabei handelt es sich um jeweils einen Gaszylinder für die Evakuierung, die Entlastung und die Trinox-Funktion. Folglich müssen pro Füllventil auch drei Magnetventile, drei Pneumatikschläuche, drei elektronische Ausgänge und drei Verkabelungen vorhanden sein. In Summe ergibt das für den 60stelligen Füller 180 Gasventile, 180 Magnetventile und 180 Elektronikausgänge mit Verschlauchungen. Durch die Doppelventilsteuerung sind jeweils zwei Füllventile zu einer gemeinsamen  Prozesseinheit zusammengefasst. Dadurch reduzieren sich Gas- und Magnetventile ebenso um die Hälfte wie elektropneumatische Steuereinheiten. Das reduziert die Komplexität und Instandhaltung, führt zu einem geringeren Ersatzteilbedarf sowie zu reduzierten Betriebskosten.

Mit dem Innofill Glass Micro DPG Trinox lassen sich wunschgemäß bis zu drei unterschiedliche Verschließ-Systeme blocken. Ob Naturkork-, Aluminium-Schraubverschluss- oder Polystopfen-Verschließer – alles ist hier möglich. Geblockt werden kann die innovative Füllmaschine auf Wunsch hin auch mit einem vorgeschalteten Rinser. Das System punktet mit hoher Flexibilität, einfacher Umrüstung und konsequentem Hygienic Design.
 

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