Nestlé will bis 2028 insgesamt 310 Millionen Schweizer Franken in seine Aktivitäten im Bereich Ernährung und Gesundheit in Brasilien investieren. Mit dem Programm sollen die lokalen Produktionskapazitäten für Säuglingsnahrung sowie medizinische Ernährung und Ernährungsprodukte für Erwachsene erweitert werden. Ein zentraler Bestandteil ist der Bau eines neuen Werks für Säuglingsnahrung in Ituiutaba im Bundesstaat Minas Gerais. Die Produktion ist sowohl für den brasilianischen Markt als auch für den Export vorgesehen. Rund 94 Millionen Franken der Gesamtinvestition entfallen auf den neuen Standort. Die Produktion soll im zweiten Quartal 2028 beginnen. Nach der Fertigstellung wird das Werk der zweite brasilianische Produktionsstandort des Unternehmens für Säuglingsnahrung sein. Rund 100 neue Arbeitsplätze sollen dort entstehen.
Nestlé baut zweites Werk für Säuglingsnahrung in Brasilien
Am Standort Ituiutaba soll sich die Produktion auf Säuglingsnahrung konzentrieren. Das Werk wird mit digitalen Technologien und Automatisierungstechnik ausgestattet werden. Damit will das Unternehmen die Effizienz der Produktion sowie Produktqualität und Lebensmittelsicherheit unterstützen. Das Projekt ergänzt die bestehenden Produktionsaktivitäten in Araçatuba. Der Standort ist das zentrale brasilianische Werk des Unternehmens für Säuglingsnahrung, medizinische Ernährung und Ernährungsprodukte für Erwachsene. Im Rahmen des Investitionsprogramms soll auch diese Produktionsstätte modernisiert werden.
Produktionskapazität für wichtige Rohstoffe steigt
Neben den beiden Produktionsstandorten umfasst das Investitionsprogramm den Ausbau der Kapazitäten für wichtige Inhaltsstoffe. Die Molkeproduktion soll bis 2029 um 15 Prozent steigen. Damit reagiert das Unternehmen auf die wachsende Nachfrage nach Säuglingsnahrung in Brasilien. Zusätzliche Rohstoffkapazitäten und der Ausbau der Produktionsinfrastruktur sollen die lokale Fertigung stärken. Brasilien gehört zu den wichtigen internationalen Märkten des Konzerns und nimmt für das Geschäft mit Ernährungsprodukten eine strategische Rolle ein.
Ernährung steht für rund 20 Prozent des Nestlé-Umsatzes
Der Bereich Ernährung hat einen wesentlichen Anteil am weltweiten Geschäft des Konzerns. Jeff Hamilton, CEO von Nestlé Zone Americas, erklärte, Ernährung gehöre global zu den zentralen Kategorien des Unternehmens und stehe derzeit für rund 20 Prozent des Konzernumsatzes. Brasilien sei für dieses Geschäft ein strategischer Markt. Mit den Investitionen wolle das Unternehmen seine lokalen Produktionskapazitäten erweitern und den Zugang zu wissenschaftlich entwickelten Ernährungsprodukten ausbauen. Das Investitionsprogramm verbindet damit neue Fertigungskapazitäten mit der Modernisierung vorhandener Infrastruktur. Gleichzeitig erweitert das Unternehmen seine Möglichkeiten, Ernährungsprodukte direkt in Brasilien herzustellen.
Nestlé plant Produktionsstart für 2028
Der Neubau in Ituiutaba bildet den Schwerpunkt der geplanten Erweiterung der Produktionsinfrastruktur. Mit dem für das zweite Quartal 2028 vorgesehenen Produktionsstart entstehen zusätzliche Kapazitäten für Säuglingsnahrung. Das Werk soll neben dem brasilianischen Markt auch Exportmöglichkeiten bedienen. Zusammen mit der Modernisierung des Standorts Araçatuba und der geplanten Ausweitung der Molkeproduktion baut Nestlé damit mehrere Stufen seiner Wertschöpfung für Ernährungsprodukte in Brasilien aus.