Cloud-Alternative: Großbäckerei Harry-Brot nutzt gebrauchte Software

Sicherheitsrisiko Cloud-Software: So können sich Unternehmen schützen

Unternehmen sind zunehmend gezwungen, Cloud-basierte Software zu nutzen. Wer neue Software braucht, hat immer öfter keine Wahl mehr. Doch die Nutzung der Cloud öffnet der Industrie-Spionage Tür und Tor. So hat z.B. ein US-amerikanisches Bundesgericht geurteilt, dass amerikanische Internetunternehmen den US-Sicherheitsbehörden auch dann Zugang zu eMails und gespeicherten Informationen gewähren müssen, wenn diese nicht auf Servern in den USA, sondern im Ausland gespeichert sind. Diesem Problem sind sich viele Unternehmen schmerzlich bewusst: Erst kürzlich hat eine Umfrage des IT-Branchenverbandes Bitkom ergeben, dass 60 Prozent der befragten Firmen einen unerlaubten Zugriff auf sensible Unternehmensdaten befürchten, wenn sie Cloud-Software nutzen.

Dabei gibt es durchaus eine sichere Alternative: den Software-Gebrauchtmarkt. Hier können Unternehmen weiterhin Software-Lizenzen kaufen – und damit sicher stellen, dass ihre hochsensiblen Daten auf ihren eigenen Servern mit eigener Firewall vor Cyber-Kriminellen geschützt sind. Auf dem Gebrauchtmarkt gibt es auch ältere Versionen zu kaufen, die die Hersteller selbst gar nicht mehr anbieten. Den meisten Unternehmen reichen nämlich die älteren Versionen völlig aus, die sie ohnehin im Einsatz haben und die brav ihren Dienst verrichten. Wer beispielsweise Office 2013 Professional nutzt, für den bietet die neuere Version 2016 keinerlei Mehrwert. Im Gegenteil. Wer auf neuere Versionen umsteigt, muss oft neue Rechner kaufen und viel Geld in Schulungen investieren. Wer hingegen seine bewährte Version auf dem Gebrauchtmarkt bezieht, spart beim Kauf 50 Prozent und mehr im Vergleich zur Anschaffung der aktuellen Version.

Ein Angebot, das eine wachsende Zahl von Unternehmen aus dem Lebensmittelsektor für sich entdeckt hat. So hat sich die Großbäckerei Harry-Brot GmbH aus Schenefeld bei Hamburg ganz bewusst für Gebraucht-Software des Anbieters Usedsoft entschieden. „Wir haben bei Usedsoft gebrauchte Software-Lizenzen eingekauft. Die Idee, die hinter Usedsoft steht, ist prima und stellt für Unternehmer eine äußerst wirtschaftliche Alternative zum Kauf von neuer Software dar“, so Bernhard Gawlick, Leiter Informationssysteme und Organisation bei Harry-Brot GmbH.

Sowohl aktuellste Versionen als auch ältere Programme stehen auf dem Gebrauchtmarkt in großem Umfang zur Verfügung. Und da sich Software nicht abnutzt, hat eine gebrauchte Lizenz dabei für den Käufer den gleichen Wert wie eine neue. Und auch rechtlich sind Gebrauchtsoftware-Käufer auf der sicheren Seite – sofern man auf seriöse und renommierte Anbieter setzt: Längst haben Europäischer Gerichtshof und Bundesgerichtshof den Software-Gebrauchthandel grundsätzlich für rechtmäßig erklärt.

Hinweis der Redaktion vom 29.06.2017: dieser Anwendungsbeitrag wurde am 10.05.2017 veröffentlicht und entspricht ggf. nicht mehr der aktuellen Markt- und Rechtslage.
 

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