Laut BVE verzeichnete die deutsche Lebensmittelindustrie im Oktober 2025 ein leichtes preisbereinigtes Umsatzminus von 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Während der Inlandsumsatz gegenüber dem Vormonat um 0,9 Prozent sank, stieg der preisbereinigte Umsatz im Ausland um 0,6 Prozent. Insgesamt erzielten die Lebensmittelhersteller einen nominalen Umsatz von 20,9 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Plus von 1,9 Prozent im Vergleich zum Oktober 2024. Davon entfielen 12,8 Milliarden Euro auf das Inlandsgeschäft, ein nominaler Anstieg von einem Prozent. Im Auslandsgeschäft wurden 8,1 Milliarden Euro Umsatz erzielt, ein Plus von 2,9 Prozent. Die Ausfuhrpreise legten um 2,3 Prozent zu, während die Inlandsverkaufspreise um 1,9 Prozent stiegen. Der kalender‑ und saisonbereinigte Produktionsindex, der die real produzierte Gütermenge bereinigt um Preisveränderungen misst, erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,2 Prozent.
Rohstoffmärkte beeinflussen Preisstrukturen der Lebensmittelindustrie
Der FAO Food Price Index sank im Dezember auf 124,3 Punkte und lag damit 2,4 Prozent unter dem Vorjahresmonat. Drei der fünf Teilindizes gaben nach, am stärksten bei Zucker mit minus 24 Prozent, gefolgt von Milchprodukten mit minus 8,2 Prozent und Getreide mit minus 3,7 Prozent. Der Preisindex für Fleisch stieg leicht um 3,4 Prozent, der für Getreide um 1,6 Prozent.
Erzeugerpreise für pflanzliche Produkte sinken, Fleisch wird im Jahresvergleich teurer
Im Oktober lagen die Erzeugerpreise für landwirtschaftliche Produkte 2,8 Prozent unter dem Niveau des Vormonats und 1,7 Prozent unter dem des Vorjahres. Verglichen mit dem Niveau Anfang 2020 entspricht dies jedoch einem Anstieg von rund 30 Prozent. Die Preise für pflanzliche Erzeugnisse sanken im Monatsvergleich um 0,6 Prozent und im Jahresvergleich um 10,3 Prozent. So lag der Preisindex für Champignons etwa 11,2 Prozent über dem Vorjahresniveau, während der Preisindex für Speisekartoffeln rund 41,8 Prozent darunter lag. Produkte tierischer Herkunft verzeichneten im Oktober einen Rückgang von 3,9 Prozent gegenüber dem Vormonat, lagen jedoch im Jahresvergleich um 3,3 Prozent höher. Besonders deutlich stieg der Preisindex für Rinder im Vergleich zum Vorjahresmonat um 36,9 Prozent.
Geschäftsklima der Lebensmittelindustrie verbessert sich leicht
Der monatlich veröffentlichte Ifo‑Geschäftsklimaindex dient als wichtiger Indikator für Stimmung und Erwartungen in der Lebensmittelindustrie. Im Dezember stieg der Saldo des Geschäftsklimas um 3,0 drei Punkte auf 86,8 Punkte. Er blieb damit aber klar unter der neutralen Marke von 100. Auch die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage verbesserte sich leicht: Der entsprechende Saldo lag bei 87,4 Punkten und damit über dem Vormonatswert. Die Erwartungen für die kommenden sechs Monate stiegen ebenfalls, der Erwartungssaldo lag bei 86,1 Punkten. Allerdings überwiegt weiterhin eine pessimistische Stimmung: Nur 12,8 von 100 befragten Unternehmen rechnen mit einer Verbesserung ihrer Lage, während 41 eine Verschlechterung erwarten.
Konsumklima steigt im Dezember marginal
Das GfK‑Konsumklima stieg im Dezember leicht von minus 24,1 auf minus 23,4 Punkte. Für Januar wird jedoch ein deutlicher Rückgang auf minus 26,9 Punkte erwartet. Im November 2025 sanken die allgemeinen Verbraucherpreise geringfügig um 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat. Die Preise für Lebensmittel und alkoholfreie Getränke stiegen im gleichen Zeitraum geringfügig um 0,1 Prozent. Im Jahresvergleich lagen die Lebensmittelpreise um zwei Prozent und die allgemeinen Verbraucherpreise um 2,3 Prozent höher als im Vorjahresmonat.