Die Krombacher Gruppe blickt auf ein anspruchsvolles Geschäftsjahr 2025 zurück. Trotz eines schwierigen Marktumfelds mit gedämpfter Konsumbereitschaft, anhaltender Zurückhaltung im Handel und unter Druck stehender Gastronomie konnte die Gruppe ein insgesamt stabiles Ergebnis erzielen. Der Umsatz erhöhte sich auf 961,7 Millionen Euro, ein Plus von rund zwei Prozent. Wesentliche Stütze dieser Entwicklung war die positive Entwicklung der Dachmarke Krombacher und die zunehmende Bedeutung alkoholfreier Getränke im Gesamtportfolio.
Umsatzvolumen und Ausstoß nach Segmenten
Der Ausstoß der Dachmarke Krombacher lag bei 5.702.000 Hektoliter und damit geringfügig über dem Vorjahreswert. Die alkoholfreien Getränke rund um Marken wie Schweppes, Orangina und Dr. Pepper erreichten gemeinsam 1.605.000 Hektoliter und trugen mit rund 40 Prozent zum Gesamtvolumen bei, wenn auch leicht unter dem Niveau der Vorjahre. Insgesamt belief sich der Ausstoß der Gruppe auf 7.553.000 Hektoliter, was annähernd dem Vorjahr entspricht.
Vergegenwärtigt man die einzelnen Produktgruppen, zeigt sich ein differenziertes Bild:
- Das klassische Pils bewegte sich mit einem leichten Rückgang knapp unter dem Vorjahreswert.
- Beim Radler, inklusive alkoholfreier Varianten, war ein moderater Rückgang zu beobachten.
- Alkoholfreie Pils-Varianten legten deutlich zu.
- Fassbrause und andere alkoholfreie Produkte verzeichneten teils zweistellige Zuwächse, was den Fokus der Strategie unterstreicht.
Marktentwicklung bei Krombacher trotz herausfordernden Umfelds
„Das Jahr 2025 war in vielerlei Hinsicht anspruchsvoll. Die Kaufbereitschaft für alkoholhaltige Getränke hat erneut deutlich abgenommen, die allgemeine Konsumstimmung ist nach wie vor gedämpft und auch die Gastronomie kämpft weiterhin mit schwierigen Rahmenbedingungen. Trotzdem konnten wir unter diesen Voraussetzungen ein insgesamt gutes Ergebnis erzielen“, erläutert Hendrik Kuhn, Vertriebsdirektor Handel national bei Krombacher. Er betont, dass das erzielte, insgesamt gute Ergebnis die Stärke der Marken und die Sortenvielfalt sowohl im alkoholhaltigen als auch im alkoholfreien Bereich widerspiegele.
Schwankendes Ergebnis bei Schweppes und Lichtblicke bei anderen Marken
Die Marke Schweppes sieht sich nach einem herausfordernden Jahr mit einem rückläufigen Gin-Boom und einer geringeren Nachfrage nach klassischen Tonic-Sorten konfrontiert. Dies belastet das Jahresergebnis in Deutschland und Österreich. Zugleich konnten bestimmte Produktgruppen wie die Schweppes Virgin Range und Schweppes Zero deutliche Zuwächse im Pur-Konsum verzeichnen. Für 2026 kündigt Krombacher neue Produkte, die das Wachstum im alkoholfreien Segment weiter unterstützen sollen.
Im Segment der alkoholfreien Erfrischungsgetränke konnten Marken wie Orangina einen Rekordwert erzielen und Dr. Pepper baute seine Position als wachstumsstarke Softdrink-Marke weiter aus. Diese Marken bleiben zentrale Wachstumssäulen im diversifizierten Getränkeportfolio der Krombacher Gruppe.
Krombacher investiert zur Zukunftssicherung
Die Modernisierungs‑ und Investitionsprogramme, die 2024 initiiert wurden, setzten sich 2025 fort. Dazu gehörten der Umbau zentraler Abfüllanlagen, technologische Anpassungen zur Bewältigung der Sortenvielfalt sowie Erweiterungen der Logistik‑ und Produktionskapazitäten am Stammsitz in Krombach. Das Gesamtvolumen der Investitionen lag bei über 100 Millionen Euro. Diese Maßnahmen dienen der Anpassung an veränderte Verbrauchsbedarfe und der Sicherstellung einer leistungsfähigen Infrastruktur für künftiges Wachstum.
Strategische Ausrichtung der Krombacher Gruppe für 2026
Auch für das kommende Jahr stehen hochwertige Produkte, Sortenvielfalt und eine stärkere Markenkommunikation im Fokus. Die Krombacher Gruppe will mit gezielten Impulsen insbesondere im alkoholfreien Bereich weiter voranschreiten und die Modernisierungsprogramme fortführen. Hendrik Kuhn hebt hervor: „Wir gehen unseren Weg der Entwicklung und Positionierung als umfassender Getränkeanbieter konsequent weiter. Die Mischung aus Produktqualität, Markenstärke und der Leidenschaft unserer Mitarbeitenden bildet das Fundament für nachhaltigen Erfolg.“