Beneo reduziert in Belgien spezifische CO2-Emissionen um 40 Prozent

Investition von elf Millionen Euro

Seit 1992 stellt das Werk von Beneo in Oreye pflanzliche Präbiotika aus der Zichorienwurzel her

Beneo, Hersteller funktioneller Zutaten, hat den spezifischen Kohlendioxidausstoß seines Werks im belgischen Oreye um 40 Prozent verringert. Dieser Erfolg ist das Ergebnis eines Zehnjahresprogramms, um die Energieeffizienz am Standort zu erhöhen. Das Unternehmen schloss das Programm nun mit einer Investition von elf Millionen Euro in eine Gasturbine sowie einen Wärmerückgewinnungskessel ab. Ziel ist eine unternehmensweite CO2-neutrale Produktion bis 2050.

Mit dem neuen System konnte Beneo die Energieeffizienz deutlich erhöhen und deckt so nicht nur den Strombedarf des eigenen Werks, sondern speist auch fünf Megawatt pro Jahr in das öffentliche Stromnetz ein. Die Planungen an diesem Projekt starteten bereits 2017, da zunächst umfassende Baumaßnahmen im Werk durchgeführt werden mussten. Die Gasturbine nahm ihren Testbetrieb im August 2019 auf und läuft nun mit voller Kapazität.

Philippe Dumont, Operations Managing Director des Standorts in Oreye: „Nachhaltigkeit ist ein Eckpfeiler unserer Geschäftsstrategie. Beneo hat sich verpflichtet, bis 2050 klimaneutral zu arbeiten. Wir in Oreye tragen unseren Teil dazu bei, indem wir in unserer Anlage verschiedene Möglichkeiten der Energiegewinnung effizient kombinieren und in Zukunft verstärkt auf erneuerbare Energien setzen. Die Integration des neuen Gasturbinensystems in unsere bestehende Dampf- und Stromerzeugung ist ein wichtiger Bestandteil unseres Energieeffizienz-Programms, das wir vor zehn Jahren aufgelegt haben.“

Seit 1992 stellt Beneo in Oreye pflanzliche Präbiotika aus der Zichorienwurzel her. Mittels Heißwasserextraktion, einem besonders schonenden Verfahren, gewinnt das Unternehmen die Ballaststoffe Inulin und Oligofruktose. Diese Zutaten kommen in Produkten aus den Bereichen Backwaren, Cerealien, Molkereiprodukte, Süßwaren und Babynahrung zum Einsatz. Beneo beschäftigt in Oreye rund 300 Mitarbeitende und setzt bei der Rohstoffversorgung auf die regionale Landwirtschaft. Mehr als 700 Bauern im Umkreis zählen zu den Vertragspartnern und versorgen die Anlage mit Zichorien.