Hygienische Kreiselpumpen "Go West" gehen in den USA an den Start

Hygienischer Ansatz wird zum Muss

Go West: Hygienische Kreiselpumpen von Gea gehen in den USA an den Start

„Go West“ heißt es für das Pumpenprogramm von Gea, das jetzt den US-amerikanischen Markt erobern möchte. Ein harter, umkämpfter Markt, bestätigen die Gea Experten Martin Zickler und Dave Medlar. Deshalb wurde erst das Service-Netzwerk und eine lokale Fertigung aufgebaut, um mit den Gea Pumpen im US-amerikanischen Pharma-, Nahrungsmittel-, Getränke- und Molkereimarkt einzusteigen.

Im Juni 2015 erwarb Gea den führenden deutschen Pumpenhersteller Hilge (LMV-online.de berichtete). Martin Zickler ist Produktmanager für Hygienepumpen bei Gea in Deutschland. Er war bereits vor der Akquisition durch Gea bei Hilge tätig. „Wir haben damals in den USA noch keinen bleibenden Eindruck hinterlassen können“, sagt Zickler. „Aber jetzt, da wir die Unterstützung von Gea und ein umfassendes Service- und Vertriebsnetz im Land haben, nehmen wir die Herausforderung an.“ Michael Brandt, Business Development Manager Pumps USA, ist mit der Markteinführung in den USA betraut. Nie habe er Zweifel an der Qualität der Gea-Pumpen und an den Chancen in den USA gehabt, sagt er. Aber zuerst galt es sicherzustellen, dass der Kundenservice den amerikanischen Standards entspricht, bevor Gea auch in diesem Segment auf dem Markt Fuß fassen kann.

Das Pferd von hinten aufzäumen

„Gea Hilge-Pumpen sind starke, zuverlässige Arbeitspferde, aber für den amerikanischen Markt ist der Service entscheidend“, erklärte er. „Wir müssen in der Lage sein, schnell auf unsere Kunden zu reagieren und einen schnellen Ersatzteilservice anzubieten. Wir brauchen auch ein absolut zuverlässiges Vertriebsnetz. Die Kunden wollen sich darauf verlassen, dass sie nicht lange auf fachkundige Hilfe warten müssen.“ Dave Medlar, Head of Sales Valves & Pumps USA, und sein Team haben hart daran gearbeitet, das Supportnetzwerk vor der Produkteinführung zu etablieren. „Natürlich ist die Bereitstellung von exzellentem Service ein ständiger Verbesserungsprozess, aber ich bin zuversichtlich, dass wir jetzt bereit sind”, sagt er. „Wir haben schließlich einen Ruf zu verlieren: Wer Gea Produkte kauft, weißt, dass er auch während der kompletten Lebensdauer der Pumpe nicht allein gelassen wird.“

Die Gea Kreiselpumpen zeichnen sich durch ein Pumpendesign aus, das sie von herkömmlichen Kreiselpumpen unterscheidet. „Wir haben das Laufrad weiter vorne angebracht, damit es effizienter arbeitet und die Dichtung leichter zu kühlen ist. Es ahmt ein geschlossenes Laufrad nach, kann aber trotzdem in der Pharmaindustrie und überall dort eingesetzt werden, wo hygienische Bedingungen gefordert sind”, erklärt Zickler. „Der Pumpeninnenraum ist sehr gut zu reinigen und kann die unterschiedlichsten Flüssigkeiten fördern.” Darüber hinaus werden Gea Pumpengehäuse durch Tiefziehen und nicht durch Gießen hergestellt. Dies führt zu einer wesentlich besseren, poren- und lunkerfreien Oberflächenqualität, auf der sich keine Bakterien ansammeln können. In der Vergangenheit forderte dies vor allem die Pharmaindustrie. Inzwischen verlangt auch die Nahrungsmittel- und Getränkebranche zunehmend nach einem hygienischeren Ansatz in allen Bereichen der Produktion.

Aus dem Werkzeugkasten des Ingenieurs

Obwohl die Alleinstellungsmerkmale der Pumpen und ihre Zuverlässigkeit unbestritten sind, sieht Brandt in der Engineering-Erfahrung des Gea Konzerns ein noch stärkeres Verkaufsargument. „Es ist wie der Werkzeugkasten eines Ingenieurs“, erläutert er. „Wir wissen, dass alle Anwendungen unterschiedlich sind und dass unsere Kunden Flexibilität brauchen. Da wir Ingenieure und nicht nur Zulieferer von Komponenten sind, können wir die Pumpen an nahezu jede Anwendung anpassen. Dabei kann es sich zum Beispiel um verschiedene Anschlüsse oder Aufstellungen, eine robustere Ausführung oder auch die Bereitstellung der Pumpe auf einem Fahrgestell handeln. Wir schauen uns die Anwendung an, um dann das auszuarbeiten, was der Kunde braucht.“

Gea sieht die vielleicht größte unmittelbar greifbare Chance für hygienische Pumpen in der Molkereiindustrie. „Unsere Pumpen eignen sich beispielsweise hervorragend für den Transport von Käsebruch“, so Zickler. „Hier kommt in der Regel eine Verdrängerpumpe zum Einsatz. Aber unsere Kreiselpumpen wie die Gea Hilge Hygia sind durch ihr Laufrad- und Pumpendesign perfekt für diese Aufgabe geeignet. Sie sind günstiger in der Anschaffung als Verdrängerpumpen, haben weniger Teile und sind daher einfacher zu warten. Auch die Ersatzteile sind viel preiswerter. Dies wird ein attraktiver Markt für uns sein.”
 

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