Zentralschmierung bei der Erdinger Weißbräu sorgt immer das richtige Maß

Abfüllanlage bei Erdinger Weißbräu

Bei der Privatbrauerei Erdinger Weißbräu wird Tradition großgeschrieben: Gebraut nach den Vorgaben des Bayerischen Reinheitsgebots sowie einer Grundrezeptur aus dem 19. Jahrhundert. Die Produktionsanlagen hingegen sind auf dem neuesten Stand der Technik. Damit die obergärige Spezialität ihren Weg vom Sudhaus bis zum Versand „fließend“ zurücklegen kann, kommt es auch auf die zuverlässige Schmierung von Maschinen und Komponenten an. Dies erledigt seit kurzem ein neues Sektional-Schmiersystem von SKF Lubrication Systems. Mehr als 3.000 Schmierpunkte werden über den kompletten Abfüllbetrieb hinweg zuverlässig mit Schmierstoff versorgt, die Anlagenverfügbarkeit erhöht und der Verbrauch von Schmiermitteln reduziert.

Die 1886 gegründete Privatbrauerei stößt heute jährlich rund 1,81 Millionen Hektoliter Weißbier aus. Um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden, entschied sich die Unternehmensleitung, die Produktion Schritt für Schritt zu modernisieren und die Prozesse flexibler zu gestalten. Im Rahmen der Neukonzeption der Abfüllanlage entschieden sich die Verantwortlichen für eine vollautomatische Schmierung von Maschinen und Förderanlagen. Eine manuelle Auslegung kam für Erdinger nicht in Frage, weil sie deutliche Nachteile mit sich bringt: Einen hohen zeitlichen Aufwand und die Gefahr der Über- oder Unterschmierung durch ungenaue Dosierung. Eine Mangelschmierung ist mit einem erhöhten Verschleiß verbunden. Darüber hinaus besteht das Risiko, Schmierpunkte schlichtweg zu vergessen – vor allem solche, die schwer zugänglich sind oder sich in Bereichen befinden, die während der Produktion nicht betreten werden dürfen.

Erdinger und der Maschinenparklieferant setzten bei ihrem Projekt auf SKF, die bereits in der Vergangenheit mit der Installation einer sogenannten „Zweileitungs-Anlage“ Partner waren. Das nun realisierte Sektionalsystem ist mit neuen elektrisch angetriebenen und einfach einzusetzenden Druckverstärkerpumpen (kurz EDL1) ausgestattet. Sie sind in der Lage, bei geringem Eingangsdruck einen hohen Ausgangsdruck zu erzeugen.

Fasspumpe mit Verstärkern

Die Versorgung des Schmiersystems übernimmt eine große Fasspumpe. Sie fördert das Fett in die Hauptleitung zu den dezentral installierten EDL1-Pumpen. Diese verstärken den Druck auf bis zu 280 bar und stellen so sicher, dass die vielen Stellen auch an weit entfernten Punkten zuverlässig mit Schmierstoff versorgt werden.

Die vorhandene Steuerung löst je nach Einstellung einen Schmierzyklus aus. Dem Anwender stehen dafür drei Modi zur Verfügung: Bei der Ein-/Aus-Variante startet dieser Zyklus nach jedem Einschalten der Spannungsversorgung des EDL1. Im Maschinenkontaktmodus arbeitet die Pumpe intern voreingestellte Arbeits- und Pausenzeiten selbsttätig ab. Und beim Impulse-Modus detektiert ein Sensor die Anzahl von vorbeilaufenden Teilen oder Kettengliedern. Wird der voreingestellte Sollwert erreicht, beginnt ein Schmierzyklus.

Nahezu wartungsfreie Druckverstärkerpumpen

Das System von SKF bietet mehrere Vorteile: Es ist wirtschaftlich, weil vorhandene Leitungen, Anschlussmaterial und Versorgungspumpen weiterverwendet werden können. Der Einsatz von Druckluft ist nicht erforderlich; der Stromverbrauch ist niedrig. Darüber hinaus ist der EDL1 nahezu wartungsfrei. Die Pumpe ist benutzerfreundlich gestaltet und lässt sich einfach einrichten. Eine integrierte Zustandsüberwachung liefert wichtige Betriebsdaten, ermöglicht die Fernwartung und reduziert die Ausfallwahrscheinlichkeit der Anlage. Das System ist zudem kosten- und energieeffizient: Wegen des niedrigen Eingangsdrucks von zwei bar können Betreiber kleinere Hauptleitungen und Versorgungspumpen verwenden.

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