Wirtschaft und Wissenschaft diskutierten in Hamburg

Qualität, Transparenz, Forschung und Entwicklung in der Lebensmittelindustrie

think tank food 2015 in Hamburg

Der "think tank food" ist die etablierte Veranstaltung als Fach- und Netzwerkveranstaltung für die Ernährungswirtschaft der Metropolregion Hamburg und darüber hinaus. Bereits zum sechsten Mal kamen Fach- und Führungskräfte aus der Ernährungswirtschaft zum "think tank food" zusammen. foodactive "Das Ernährungsnetzwerk der Metropolregion Hamburg" lud auch dieses Jahr wieder in das Unilever-Haus in der Hamburger Hafencity und empfing rund 40 interessierte Unternehmen unter dem Motto „Wirtschaft trifft Wissenschaft“.

Nach der Eröffnung durch Karl-Heinz Krämer, Vorstand der Block Foods AG und Vorstandsvorsitzender von foodactive, begrüßt Key Note Speaker Hinnerk Ehlers, Vorstand Marketing & Vertrieb Marke der Frosta AG, die Teilnehmer. Qualität und Transparenz sind die Maxime, denen Frosta seit 2003 folgt und welche die Marke vor große Herausforderungen gestellt haben. „Der Weg zum Frosta Reinheitsgebot war nicht immer einfach, aber immer richtig“, berichtet Hinnerk Ehlers in seiner Rede, „die komplette Auflistung aller Zutaten und ihrer Herkunft auf der Produktverpackung schaffen Transparenz und Vertrauen“.

Neben dem Vertrieb sind Forschung und Entwicklung, Produkt- und Prozessinnovationen wettbewerbskritisch für die Lebensmittelindustrie. Aus diesem Grund präsentierten auch beim diesjährigen think tank food Experten aus unterschiedlichen Bereichen ihre Forschungsbeiträge und regten zur Diskussion an.

Zunächst stellte Prof. Dr. Bernd Hitzmann, Institut für Lebensmittelwissenschaften und Biotechnologie an der Universität Hohenheim, ein Projekt zur Entwicklung einer Intelligenten Gärsteuerung mittels digitaler Bildauswertung vor. Doch nicht nur die Gärung, sondern auch die Inhaltsstoffe nehmen Einfluss auf die Qualität der Backwaren. So berichten Prof. Dr. Jan Fritsche und Editha Giese, Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg, von ihrer Entwicklung optimierter Siedefettblendprototypen als Alternative zu den als gesundheitsgefährdend geltenden Transfettsäuren. „Die Forschungsergebnisse haben eindeutig gezeigt, dass der Verbraucher Siedegebäcke, die mit transfettsäurefreien Siedefettblends hergestellt wurden, nicht von Siegebäcken unterscheiden kann, die mit teilgehärteten Erdnussöl (hohe TFA-Gehalte) gesiedet wurden“, berichtet Prof. Jan Fritsche über die Ergebnisse.

Trotz der vorgestellten, innovativen Lösungen und trotz hoher Qualität und unbedenklicher Inhaltsstoffe werden rund ein Drittel aller weltweit produzierten Lebensmittel weggeworfen. Ein Zustand, den Prof. Dr. Guido Ritter vom Institut für Nachhaltige Ernährung an der FH Münster mit einem Projekt zur Vermeidung von Lebensmittelverlusten zu ändern versucht. „Alleine in Deutschland entstehen jährlich mindestens 11 Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle. Wir haben nicht nur Ursachen und Maßnahmen gegen Lebensmittelverschwendung ermittelt, sondern entwickeln weiterhin eine Plattform zum einfachen Transfer von Lösungen in die Unternehmenspraxis“, fasst Prof. Dr. Ritter zusammen.

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