Automatisches Beladen und Verpacken geslicter Produkte

GEA Verpackungstag 2016 stellt Technologien rund um Tiefziehverpackungsmaschinen vor

Shingle Loader 600 GEA für Wurstwaren und Käse

GEA hat Ende Januar anlässlich des Verpackungstages 2016 Technologien rund um die Tiefziehverpackungsmaschine Powerpak vorgestellt. Eine Anwendung ist beispielsweise der universelle Shingle Loader 600 und 700, ein vier- bzw. sechsspuriges Beladesystem. Die beiden vollautomatischen Lösungen sind für flexible Aufschneidelinien im mittleren und oberen Kapazitätsbereich wirtschaftlich einsetzbar. Speziell der Shingle Loader 700 macht das Betreiben von Hochleistungslinien durch seine hohe Beladekapazität oft erst möglich. In Kombination mit dem Giga Slicer können beispielsweise Käseportionen à 300 Gramm bis zu 2,3 Tonnen pro Stunde oder bis zu 18 Tonnen pro Schicht verarbeitet werden.

„Geht es um das Aufschneiden und Verpacken bei hohen Leistungen, stellen unsere Beladesysteme ein leistungsfähiges Bindeglied dar, um die Portionen vollautomatisch vom Slicer in den Thermoformer zu bringen“, verdeutlicht Norbert Brunnquell, Produktmanager Slicing & Loading bei GEA. Die reproduzierbare Beladegenauigkeit ist der gesamten Produktpalette gemeinsam, zu der auch noch der Flex- und Robot Loader gehört. Dadurch kann eine breite Vielfalt von Aufschnittportionen über die jeweiligen Systeme in den Thermoformer eingelegt werden. Zusätzlich zum Beladen selbst überbrückt der Shingle Loader durch die integrierten Pufferbänder meist komplett die Beladezeit am Slicer, so dass die Verpackungsmaschine kontinuierlich arbeiten kann. Durchgängig hygienisches Design und schnell abnehmbare Gurte ermöglichen eine hohe Produktsicherheit durch effektive und wirtschaftliche Nassreinigung. Optionale Funktionen wie der Linienvereiniger, der integrierte Überlapper, Korrekturspur oder Korrekturanzeige machen die Linie flexibel für verschiedene Produkte und Formatsätze der Verpackungsmaschine.

Return of Invest in wenigen Monaten
Brunnquell macht in seinen Ausführungen beim Return of Invest (ROI) eine einfache Rechnung auf. „Die Automatisierung mit unserem Beladesystem rechnet sich schnell. Der ROI liegt in der Regel bei unter einem Jahr.“ Dazu gibt er folgende Beispielrechnung: Ein Produkt, z.B. Mortadella Kaliber 105 mm, wird manuell in die Verpackungsmaschine eingelegt. Die Standardportion beträgt 150 Gramm à sieben Scheiben, zwei Stangen werden geschnitten. Ein Bediener beschickt den Slicer, zwei Bediener die Verpackungsmaschine. Pro Bediener werden 30 Portionen, das heißt 60 Packungen pro Minute, eingelegt, was effektiv 6,6 Takte pro Minute ergibt. Insgesamt werden pro Stunde ca. 414 Kilogramm bzw. 3,3 Tonnen pro Schicht verpackt.

Mit dem Shingle Loader können mühelos zehn und mehr Takte pro Minute realisiert werden. Ein Bediener kann entfallen. Der Ausstoß steigt von 3,3 auf 4,8 Tonnen pro Schicht, eine Steigerung um rund 45 Prozent. Werden die Slicer- und Verpackungsgeschwindigkeit weiter gesteigert, was technisch problemlos möglich ist, kann die Gesamtleistung um weitere 50 Prozent wachsen. Sie liegt dann bei 900 Kilogramm pro Stunde und hat sich im Vergleich zum Ausgangspunkt von 414 Kilogramm pro Stunde in etwa verdoppelt. Je nach Format- und Taktleistung liegt der ROI bei fünf bis acht Monaten basierend auf einer 2-Schicht-Produktion. Und das Besondere ist: Da der Shingle Loader ein autarkes System ist, das über eine eigene Steuerung und ein eigenes Display verfügt, kann er auch mit Fremdgeräten in bestehende Linien kombiniert werden.

Hintergrund zum Verpackungstag 2016
Die Interessenten aus dem In- und Ausland konnten sich an zwei Tagen über Trends bei Folien, Kennzeichnungs- und Kontrollsystemen sowie die Wechselwirkung von Sauerstoff und Licht auf Produkte in der Verpackung informieren. In einem speziellen Themenblock über Verpackungslösungen wurden zum einen die Vorteile von Schrumpffolienanlagen erläutert und zum anderen demonstriert, wie heiße Produkte im Bereich Fertiggerichte, beispielsweise Suppen oder Pasta verpackt werden können, ohne Einbußen beim Gewicht bei sogar verlängerter Haltbarkeit. Eine dritte gezeigte Anwendung behandelte das Verpacken von Steaks in Skinverpackungen, die immer mehr bei hochwertigen Lebensmitteln zum Einsatz kommen. Wie bereits im Vorfeld bestehende Packkapazitäten erweitert werden können, um den Ausstoß deutlich zu steigern, zeigte der erste Themenblock, der automatisierte Beladesysteme vorstellte.

„Die Anforderungen des Marktes steigen immer weiter. Unser Ziel ist, unseren nationalen und internationalen Kunden langfristig Lösungen zu bieten, mit denen sie sich erfolgreich am Markt behaupten können“, betont der Geschäftsführer von GEA Food Solutions Germany Bernd Klinkert anlässlich des Verpackungstages 2016, der Ende Januar Technologien rund um die Tiefziehverpackungsmaschine Powerpak gezeigt hat. Seit mehr als 70 Jahren werden am Standort in Biedenkopf/Wallau erfolgreich Verpackungs- und Fleischverarbeitungsmaschinen produziert. Der Ausstoß beträgt zurzeit jährlich ca. 600 Einzelmaschinen, darunter Verpackungslinien, Etikettier- und Drucksysteme, End-of-line Aggregate wie Linienvereiniger sowie Fleischereimaschinen.

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