In der Lebensmittelproduktion mit hohen Durchsatzraten ist die Vakuumverpackung ein entscheidender Prozessschritt. Damit Verpackungen innerhalb der vorgesehenen Zykluszeit zuverlässig evakuiert werden, müssen Vakuumpumpen dauerhaft eine konstante Evakuierungsleistung bereitstellen. Beim Lebensmittelhersteller MBFR sorgt deshalb ein zustandsorientiertes Servicekonzept von Busch dafür, die Prozessstabilität zu erhöhen und Wartungsmaßnahmen besser planbar zu machen. Der Anwendungsfall wird innerhalb des brasilianischen Produktionsnetzwerks von MBFR umgesetzt. Das Unternehmen betreibt dort 27 Produktionsstandorte, an denen unterschiedliche Produkte unter wechselnden Betriebsbedingungen verarbeitet werden.
Vakuumpumpen bestimmen über Prozessstabilität
Vor dem Verschließen einer Verpackung muss die Verpackungskammer innerhalb einer definierten Zeit auf den erforderlichen Zieldruck evakuiert werden. Dieser bestimmt den Restsauerstoffgehalt in der Verpackung und beeinflusst gleichzeitig die Taktzeit der Produktionslinie. Verändern sich Evakuierungszeit oder Druckniveau, kann dies unmittelbar Auswirkungen auf Produktqualität und Anlagenleistung haben. Verschleiß, Verschmutzungen oder unvollständige Wartungsarbeiten an den Vakuumpumpen wirken sich daher direkt auf die Prozessstabilität aus.
Zustandsorientierter Service ersetzt reaktive Wartung
In der Vergangenheit wurden die Vakuumsysteme bei MBFR überwiegend durch die Lieferung von Ersatzteilen unterstützt. Wartungsarbeiten führten die eigenen Instandhaltungsteams oder externe Dienstleister aus. Eine systematische Bewertung des Anlagenzustands erfolgte nicht. Gemeinsam mit Busch wurde dieses Konzept durch einen strukturierten Servicevertrag ersetzt. Grundlage bilden regelmäßige „Vacuum Checks“, definierte Wartungsabläufe, koordinierte Vor-Ort-Einsätze sowie die Bereitstellung von Ersatzteilen und Austauschpumpen. Routinearbeiten wie Öl- und Filterwechsel verbleiben bei den Instandhaltungsteams von MBFR. Busch übernimmt regelmäßige Diagnosen und unterstützt bei komplexeren Instandsetzungen entweder vor Ort oder im Werk.
Regelmäßig Diagnosen der Vakuumpumpen
Das Wartungskonzept orientiert sich am tatsächlichen Zustand der installierten Vakuumpumpen. In definierten Intervallen werden die Systeme überprüft und ihr technischer Zustand dokumentiert. Kritische Aggregate lassen sich dadurch frühzeitig identifizieren und geplante Wartungsmaßnahmen mit der Produktionsplanung abstimmen. Zum Einsatz kommen unter anderem „R5“-Drehschieber-Vakuumpumpen, „MINK“-Klauen-Vakuumpumpen sowie Vakuum-Booster von Busch. Die regelmäßigen Diagnosen schaffen eine direkte Verbindung zwischen Anlagenzustand, Serviceeinsatz und Produktionsplanung.
Geplante Wartung erhöht die Anlagenverfügbarkeit
Durch die zustandsorientierte Wartung können instabile Betriebszustände erkannt werden, bevor sie zu ungeplanten Produktionsunterbrechungen führen. Gleichzeitig verbessert sich die Transparenz über den technischen Zustand der installierten Systeme. Auf Basis der Diagnosedaten kann MBFR Wartungs- und Betriebskosten genauer kalkulieren und Maßnahmen standortübergreifend koordinieren. „Die Partnerschaft hat sich seit Beginn des Vertrags als fester und strategischer Anker bewährt und zeichnet sich durch einen kooperativen und transparenten Ansatz sowohl bei der Ausarbeitung des Vertrags als auch bei der Durchführung der Maßnahmen aus. Wir haben eine starke Ausrichtung auf die Geschäftsanforderungen in unseren verschiedenen Einheiten, Reaktionsfähigkeit bei der Service-Lieferung und eine konsequente Verbesserung der beteiligten Prozesse beobachtet“, sagt Everton Bernardi, verantwortlich für Engineering und Wartung bei MBFR.
Planbare Produktionsprozesse durch Vakuumpumpen
Das vorgestellte Servicekonzept eignet sich insbesondere für Unternehmen mit dezentralen Produktionsstrukturen und schwankenden Betriebsbedingungen. Wo die Prozessqualität unmittelbar von der Leistungsfähigkeit der installierten Vakuumpumpen abhängt, schaffen regelmäßige Diagnosen, koordinierte Wartungsmaßnahmen und planbare Instandhaltung eine höhere Anlagenverfügbarkeit und stabile Produktionsprozesse.