Nestlé hat im ersten Quartal 2026 einen Umsatz von 21,3 Milliarden Schweizer Franken erzielt. Dies entspricht einem Rückgang von 5,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, bedingt durch negative Wechselkurseffekte. Organisch wuchs das Unternehmen um 3,5 Prozent, getragen von einem internen Realwachstum von 1,2 Prozent sowie Preisanpassungen von 2,3 Prozent. Alle Regionen und Produktkategorien trugen grundsätzlich zum Wachstum bei, mit Ausnahme der Säuglingsnahrung im Bereich Nutrition. Denn ein vorsorglicher Rückruf von Säuglingsnahrung wirkte sich hier negativ auf das organische Wachstum aus. Die Produktverfügbarkeit konnte inzwischen wiederhergestellt werden.
Kaffee, Snacks sowie Kulinarikprodukte sorgen für Wachstum
Philipp Navratil, CEO von Nestlé, erklärt: „Die Entwicklung im ersten Quartal zeigt, dass unsere vom internen Realwachstum getragene Wachstumsstrategie greift. Die meisten Zonen und Kategorien lieferten starke Ergebnisse, insbesondere bei Kaffee sowie bei Kulinarikprodukten und Snacks. Die aufstrebenden Märkte verzeichneten ein herausragendes Wachstum. In Europa und den USA war unsere Leistung robust, da unsere Teams sich erfolgreich im Kunden- und Konsumentenumfeld behauptet haben. Wir nehmen die Dynamik des ersten Quartals mit und setzen unsere Strategie für ein stärkeres Nestlé weiter um. Im aktuellen unsicheren und komplexen Umfeld möchte ich allen unseren Mitarbeitenden für ihr Engagement und unseren Kunden und Konsumenten für ihr Vertrauen danken.“
Nach Kategorien betrachtet entwickelte sich insbesondere Kaffee dynamisch und fungierte als wichtigster Wachstumstreiber. Auch Kulinarikprodukte und Snacks legten zu, insbesondere im Bereich Süßwaren. Produkte für Heimtiere zeigten ebenfalls eine stabile Entwicklung, während der Bereich Nutrition durch den Rückruf von Säuglingsnahrung belastet wurde.
Regionale Entwicklung bei Nestlé mit deutlichen Unterschieden
Die regionale Entwicklung bei Nestlé zeigte im ersten Quartal ein differenziertes Bild mit klaren Wachstumsunterschieden zwischen den Märkten. In Nord- und Südamerika lag das organische Wachstum bei 3,8 Prozent. Während Nordamerika moderat wuchs, entwickelten sich die Märkte in Lateinamerika dynamisch, insbesondere Mexiko und Brasilien. In der Region Asien, Ozeanien und Afrika fiel die Entwicklung insgesamt positiv aus, auch wenn sie durch Rückgänge in China belastet wurde. Ohne China lag das organische Wachstum bei 6,4 Prozent, gestützt durch eine starke Nachfrage in Märkten wie Indien, Indonesien sowie in Teilen Afrikas.
Europa verzeichnete ein organisches Wachstum von 3,9 Prozent. Die Entwicklung war regional unterschiedlich: Während Länder wie die Türkei, Skandinavien und die Iberische Halbinsel stärker zulegten, wurde das Wachstum in großen Märkten wie Deutschland, Frankreich sowie Großbritannien und Irland durch den Rückruf von Säuglingsnahrung gebremst.
Nestlé treibt strategische Initiativen voran und bestätigt Prognose 2026
Neben der operativen Entwicklung treibt Nestlé auch seine strategische Weiterentwicklung konsequent voran. Der Fokus liegt auf der Stärkung der Wachstumsplattformen, gezielten Investitionen in Marken sowie der Optimierung des Portfolios. Parallel dazu werden strukturelle Maßnahmen umgesetzt, etwa durch mögliche Partnerschaften im Bereich Wasser und die Veräußerung einzelner Geschäfte im Bereich Vitamine, Mineralstoffe und Nahrungsergänzungsmittel. Zudem wurde eine Vereinbarung über den Verkauf von Blue Bottle Coffee abgeschlossen.
Für das Gesamtjahr 2026 bestätigt Nestlé seinen Ausblick und erwartet ein organisches Wachstum im Bereich von drei bis vier Prozent. Das interne Realwachstum soll gegenüber dem Vorjahr zunehmen, während sich die operative Ergebnismarge im Jahresverlauf verbessern dürfte.