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Arla und DMK beschließen Fusion zur größten Molkereigenossenschaft Europas mit über 20 Milliarden Euro Umsatz
Mittwoch, 03. Juni 2026
| Redaktion
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Arla Foods und DMK bei der Vertragsunterzeichnung
Arla Foods und DMK Group bei der Vertragsunterzeichnung, v.l.n.r: Peder Tuborgh, CEO Arla Foods, Inger-Lise Sjöström, Stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Arla Foods, Jan Toft Nørgaard, Aufsichtsratsvorsitzender Arla Foods, Guus Mensink, Vorstandsvorsitzender DOC Kaas U.A., Heinz Korte, Aufsichtsratsvorsitzender DMK eG, Thomas Stürtz, Vorstandsvorsitzender DMK eG, Ingo Müller, CEO DMK Group, Bild: Arla

Arla Foods und die DMK Group schließen sich unter dem Namen Arla zusammen und vereinen mit der Fusion rund 11.200 Landwirte sowie 28.800 Mitarbeitende. Mit einem gemeinsamen Milchpool von 19,4 Milliarden Kilogramm pro Jahr und einem Pro-forma-Umsatz von mehr als 20 Milliarden Euro entsteht damit die größte Molkereigenossenschaft Europas. Ziel des Zusammenschlusses ist es, die langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und die Versorgung mit hochwertigen Lebensmitteln in einem zunehmend herausfordernden Marktumfeld abzusichern.

Die Fusion erfolgt vor dem Hintergrund geopolitischer Unsicherheiten, steigender Anforderungen an Nachhaltigkeit und einer wachsenden Bedeutung resilienter Lieferketten. Beide Unternehmen wollen ihre Stärken bündeln, um langfristig in die Lebensmittelproduktion und die Weiterentwicklung ihrer Wertschöpfungsketten zu investieren. „Der Zeitpunkt ist günstig, um gemeinsam die Zukunft der Milchwirtschaft zu gestalten. Der heutige Tag ist das Ergebnis einer langjährigen Partnerschaft und gemeinsamer Werte zwischen Arla und DMK. In einer zunehmend unsicheren Welt braucht Europa Lebensmittelunternehmen, die in großem Maßstab investieren und Verantwortung für langfristige Widerstandsfähigkeit übernehmen können. Durch den Zusammenschluss zu einer einzigen landwirtschaftlichen Genossenschaft schaffen wir einen europäischen Branchenführer und stärken unsere Fähigkeit, genau dies zu sein“, betont Peder Tuborgh, CEO von Arla Foods.

Arla und DMK bündeln Kräfte für die Zukunft der Milchwirtschaft

Mit der Fusion entsteht eine Genossenschaft mit lokalen Wurzeln in sieben Ländern und globaler Marktpräsenz. Beide Unternehmen verfolgen das Ziel, die wirtschaftliche Basis ihrer Mitglieder langfristig zu stärken und gleichzeitig den Herausforderungen der internationalen Lebensmittelmärkte zu begegnen. Die gemeinsame Organisation soll dabei nicht nur Größenvorteile schaffen, sondern auch Investitionen in neue Produkte, Technologien und Märkte ermöglichen. Für die landwirtschaftlichen Eigentümer steht insbesondere die langfristige Sicherung ihrer Wettbewerbsfähigkeit im Mittelpunkt.

Größere Reichweite und mehr Stabilität für Arla

Durch den Zusammenschluss erweitert Arla seine internationale Reichweite erheblich. Gleichzeitig soll die größere Unternehmensstruktur dazu beitragen, Markt- und Nachfrageschwankungen besser auszugleichen. Die Verantwortlichen sehen darin eine wichtige Voraussetzung, um auch künftig in einem volatilen wirtschaftlichen Umfeld erfolgreich agieren zu können. „Der heutige Tag markiert den Beginn eines neuen Kapitels für unsere Mitarbeitenden und landwirtschaftlichen Eigentümer, eines, das zwei führende Unternehmen unserer Branche zusammenbringt, die jeweils für sich genommen stark sind und durch gemeinsame Werte, sich ergänzende Stärken und fundiertes Fachwissen verbunden sind“, erklärt Ingo Müller, Chief Integration Officer bei Arla Foods.

Gemeinsame Verantwortung für Ernährungssicherheit und Nachhaltigkeit

Neben wirtschaftlichen Zielen betonen beide Unternehmen ihre Verantwortung für eine sichere und nachhaltige Lebensmittelversorgung. Der Zusammenschluss soll die Voraussetzungen schaffen, um die Auswirkungen auf Klima und Umwelt zu reduzieren und gleichzeitig die Versorgungssicherheit zu stärken. Im Fokus stehen Investitionen in hochwertige Milchprodukte, molkenbasierte Inhaltsstoffe sowie etablierte Marken. Darüber hinaus wollen die Partner ihre Zusammenarbeit mit Kunden, Handel und weiteren Akteuren entlang der Wertschöpfungskette ausbauen.

Mit Arla entsteht eine Genossenschaft mit globaler Präsenz

Die neue Organisation verfügt über eine deutlich größere internationale Reichweite. Neben den europäischen Kernmärkten ist Arla in zahlreichen weiteren Regionen aktiv. Die Verantwortlichen sehen darin eine wichtige Grundlage, um Wachstumspotenziale zu erschließen und gleichzeitig die Position in bestehenden Märkten auszubauen. Auch die Mitarbeitenden sollen von den erweiterten Entwicklungsmöglichkeiten profitieren. Zum offiziellen Start des gemeinsamen Unternehmens fanden an zahlreichen Standorten weltweit Veranstaltungen und Informationsformate statt, um den Austausch zwischen den Teams zu fördern.

Integration von DMK steht bei Arla im Fokus

Nach dem formalen Vollzug der Fusion richtet sich der Blick nun auf die Integration der Organisationen. Dabei sollen die hinter der DMK Group stehenden Genossenschaften DMK eG und „DOC Kaas U.A.” im Rahmen einer mehrjährigen Übergangsphase mit Arla Foods zusammengeführt werden. Die DMK GmbH und ihre Tochtergesellschaften bleiben zunächst als eigenständige rechtliche Einheiten bestehen und werden künftig als Tochtergesellschaften von Arla geführt. Die Integrationsphase soll genutzt werden, um Prozesse, Strukturen und Organisationen schrittweise zusammenzuführen.

Nächste Schritte nach der Fusion von Arla und DMK

Die Leitung des fusionierten Unternehmens übernimmt weiterhin Peder Tuborgh als CEO. Jan Toft Nørgaard fungiert als Vorsitzender, Inger-Lise Sjöström als stellvertretende Vorsitzende. Ingo Müller ist als Executive Vice President in die Geschäftsleitung eingetreten und verantwortet als Chief Integration Officer die weitere Zusammenführung der Organisationen. Für die kommenden Monate stehen die Integration der Unternehmen sowie die Umsetzung gemeinsamer Wachstums- und Investitionsstrategien im Mittelpunkt. Beide Partner sehen den Zusammenschluss als Grundlage, um die Herausforderungen der globalen Lebensmittelmärkte künftig gemeinsam zu bewältigen und die Position von Arla langfristig auszubauen.

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