Dampf machen für energieeffiziente Technik

Interview mit Hermann W. Brennecke zum Thema Nachhaltigkeit

Hermann Brennecke

Welchen Stellenwert nimmt Nachhaltigkeit bei Grundfos ein?
Brennecke: Die Grundidee der Nachhaltigkeit ist bereits in den zentralen Leitsätzen von Grundfos verankert: 'Be – Think – Innovate’. Man muss die dahinter stehenden Erläuterungen kennen, um die Botschaft zu verstehen: ‚Verantwortungsbewusstsein ist unser Ursprung. Vorausdenken bestimmt unser Handeln. Innovation ist unsere Zukunft’ – das sind die für uns elementaren Grundsätze.

Werte zu schaffen und zu erhalten bedeutet für uns konkret, nicht allein Pumpen mit hoher Energieeffizienz anzubieten, sondern die Anlage als Ganzes zu betrachten – Systemdenken ist entscheidend. Und die Nachhaltigkeit reicht über die Standzeit unserer Produkte hinaus: Die Recyclingquote einer Grundfos-Pumpe liegt zwischen 90 und 98 Prozent. Auch intern sind wir werteorientiert: Ziel der eigenen CO2-Footprint-Strategie ist es, Grundfos zu einem CO2-neutralen Unternehmen zu entwickeln.

Soziale Verantwortung ist in vielen Unternehmen ein zunehmend wichtiges Themen. Was tun Sie in dieser Hinsicht?
Brennecke: Kunden, Mitarbeiter, Lieferanten, Stakeholder in jeglicher Hinsicht durchlaufen in ökonomischer, sozialer und ökologischer Hinsicht einen Wertewandel. Wir müssen kommunizieren, wie Grundfos diese neuen Werte berücksichtigt. Ein professionelles, von Respekt getragenes ‚Corporate Social Responsibility‘ sichert damit nicht weniger als unsere Unternehmenszukunft.

Sie wurden mit dem B.A.U.M.-Umweltpreis geehrt. Was ist Ihr persönlicher Antrieb für nachhaltiges Verhalten?
Brennecke: Jegliche Verschwendung geht mir gegen den Strich. Das hat primär eine ethische Dimension – wir dürfen mit Blick auf unsere Nachkommen nicht mehr Ressourcen verbrauchen als nötig. Das hat für mich auch eine technische Dimension: Nämlich die Herausforderung, über innovative Technologien mit weniger Ressourcen auszukommen. Als Vice President Group Sales, Public Affairs & Special Tasks der Grundfos-Gruppe mache ich meine persönliche Überzeugung zum beruflichen Ziel: Nämlich einem breiten Publikum die Bedeutung der Energieeffizienz und der Ressourcenschonung näherzubringen.

Leistet die Politik Ihrer Meinung nach einen ausreichenden Beitrag zur Energiewende?
Brennecke: Noch viel zu wenig. Wenn wir nicht erheblich stärker energieeffiziente Technik nutzen, könnten alle Anstrengungen zum Ausbau alternativer Energiequellen zu spät kommen. Die Politik muss die Rahmenbedingungen für den Einsatz energieeffizienter Technik schaffen, sollte fördern wie auch fordern. Wir brauchen eine Anstoßfinanzierung, staatliche Förderprogramme ebenso wie die steuerliche Absetzbarkeit von Sanierungsmaßnahmen. Wir müssen endlich Dampf machen bei der Umsetzung energieeffizienter Technik!

Vielen Dank für das Gespräch!

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