Unternehmen zeigen auf 40.000 Quadratmetern das technologische Angebot für die Branche
Interpack 2026 stellt Lösungsansätze für die Süß- und Backwarenindustrie vor
Dienstag, 07. April 2026
| Redaktion
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Auf der Interpack 2026 zeigen Zulieferer Lösungen für die Süß- und Backwarenindustrie entlang der gesamten Wertschöpfungskette
Auf der Interpack 2026 zeigen Zulieferer Lösungen für die Süß- und Backwarenindustrie entlang der gesamten Wertschöpfungskette, Bild: LMV-online.de / Susanne Woggon

Die Interpack 2026 greift zentrale Herausforderungen der Süß- und Backwarenindustrie auf und stellt technologische Ansätze zur Anpassung von Produktion und Verpackung vor. Denn steigende Kosten, neue regulatorische Anforderungen und veränderte Marktstrukturen erhöhen den Handlungsdruck. Gleichzeitig rücken Effizienz, Flexibilität und nachhaltige Produktionskonzepte stärker in den Fokus industrieller Investitionsentscheidungen.

Breites Lösungsangebot auf der Interpack

Auf der Interpack 2026 konzentriert sich das Angebot für die Süß- und Backwarenindustrie in den Hallen 1, 3 und 4 am Eingang Süd des Messegeländes in Düsseldorf. Dort werden auf 40.000 Quadratmetern Prozessschritte von der Verarbeitung der Rohstoffe über Formgebung und Veredelung bis zur Verpackung abgebildet. Vertreten sind unter anderem Anbieter wie Aasted, Sollich, Theegarten-Pactec, Sacmi Packaging & Chocolate, Bühler und Coperion. Ergänzend zeigt die Messe in weiteren Hallen ein breites Spektrum an Packmitteln und Packstoffen. Insgesamt werden mehr als 2.800 Aussteller erwartet.

Marktdynamik verändert Anforderungen an die Produktion

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bleiben stabil, gleichzeitig verschieben sich die Wachstumsschwerpunkte. Der weltweite Backwarenmarkt lag 2024 bei 177 Millionen Tonnen und soll bis 2029 um 9,6 Prozent zulegen. Für den Süßwarenmarkt wird im gleichen Zeitraum ein Wachstum von 4,5 Prozent prognostiziert. Wachstumsimpulse kommen vor allem aus Regionen wie dem Mittleren Osten, Afrika und Teilen Lateinamerikas. Parallel verändern sich Kostenstrukturen und regulatorische Anforderungen, was Anpassungen in Produktion und Lieferketten erforderlich macht.

Branchenstimmen spiegeln Transformationsdruck wider

Die Aussteller beschreiben eine Vielzahl gleichzeitig wirkender Einflussfaktoren. „Der größte Transformationsdruck entsteht aus der gleichzeitigen Wirkung von Rohstoffkrisen, Nachhaltigkeitsanforderungen, Gesundheitsregulierung und Kostensteigerungen. Der zentrale Hebel für Unternehmen liegt deshalb in drei Bereichen: Resiliente und nachhaltige Rohstoff- und Lieferketten, Rezeptur- und Produktinnovation (v. a. Zuckerreduktion und alternative Zutaten) sowie Effizienzsteigerung und flexible Produktion“, erklärt Thomas Bischof, Global Head of Business Development Consumer Foods bei Bühler.

Auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen beeinflussen Investitionen: „Die Süßwaren- und besonders die Schokoladenindustrie stehen derzeit unter massivem Kostendruck, vor allem durch stark gestiegene Rohstoffpreise. Dadurch steigt der Bedarf an hoch effizienten und langlebigen Produktionsanlagen. Gleichzeitig erzwingen steigende Energiekosten Investitionen in moderne Technologien, die den Energieverbrauch spürbar senken“, so Klaus-Dietrich Franzmeier, Director Sales & Marketing bei Sollich.

Strategische Investitionen rücken auf der Interpack in den Mittelpunkt

Im Branchenumfeld verschiebt sich der Fokus zunehmend auf konkrete Investitionsentscheidungen. Matt Craig, Coperion Food, Health & Nutrition Division, ergänzt: „Treffen Sie Investitionsentscheidungen im Einklang mit den Bereichen, in die die Branche tatsächlich investiert: Modernisierung und Upgrades statt ausschließlich Neubauten kompletter Produktionsstandorte. Bäckereien priorisieren Verpackung, Software/IT/KI, Robotik und Automatisierung sowie zentrale Prozessschritte wie Mischen und Materialhandling, weil diese Investitionen messbare Verbesserungen bei Qualität, Effizienz und Anlagenverfügbarkeit bringen.“

Interpack zeigt konkrete Umsetzungsansätze

Die Interpack 2026 dient als Plattform, auf der Unternehmen konkrete Lösungen für diese Anforderungen vorstellen. Bühler zeigt Anwendungen zur Produktentwicklung und Prozessoptimierung, unter anderem im „Minimarket“ und im „Food Sensation Lab“. Sollich stellt Weiterentwicklungen im Bereich Überziehtechnologie vor und arbeitet gemeinsam mit Sweetconnect an Machine-Learning-Ansätzen zur Prozessoptimierung. Coperion fokussiert sich auf integrierte Systeme, die Anlagen, Steuerung und Automatisierung miteinander verknüpfen. Dazu gehören unter anderem Mischtechnologien, Applikationssysteme sowie Lösungen für Depositing und Extrusion, die auf eine stabile Prozessführung und flexible Anpassung ausgelegt sind.

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