Industrie 4.0: Spitz investiert in selbstfahrende Transportroboter

Selbstfahrender Transportroboter bei Spitz

Der Lebensmittelhersteller Spitz investiert derzeit stark in die „Industrie 4.0“ und die damit einhergehende Digitalisierung und Automatisierung von Betriebsanlagen und Produktionsprozessen am österreichischen Werksstandort Attnang-Puchheim. So wird in Zusammenarbeit mit Agilox zurzeit das fahrerlose Transportsystem „Agilox IGV“ implementiert. Das Traditionsunternehmen investiert in die Automatisierung der Produktionslogistik im Bereich der Backwarenherstellung einen sechsstelligen Betrag.

Täglich verlassen 1,3 Millionen Produkte auf rund 2.000 Paletten das Werk von Spitz im Attnang-Puchheim. Um die Produktion zukunftsfit zu machen, ergreift der Lebensmittelhersteller zahlreiche Maßnahmen in den Bereichen Automatisierung, Digitalisierung und Industrie 4.0. Für die Automatisierung der Produktionslogistik im Bereich der Backwarenherstellung hat Spitz mit der Firma Agilox ein junges, österreichisches Logistikunternehmen ins Boot geholt und selbstfahrende Transportroboter implementiert. 

Automatisiertes, intelligentes und selbstlernendes fahrerloses Transportsystem

In der Backwarenherstellung von Spitz kommt dabei künftig der „Agilox IGV“ zum Einsatz. Das „IGV“ im Namen steht für „Intelligent Guided Vehicle“ und beschreibt einen vollautonomen Transportroboter, der Transportaufgaben intelligent durchführt und sich selbstlernend an seine Umgebung anpasst. Dank der integrierten Schwarmintelligenz finden die Fahrzeuge immer den besten Weg und umfahren im Bedarfsfall Hindernisse. Dabei kommt das System gänzlich ohne übergeordnete Infrastruktur, wie zum Beispiel einem Leitrechner, aus. Transportaufträge werden von Mitarbeitern über die bereits vorhandenen Barcode-Scanner an das Agilox-System gesendet. Die integrierte Sicherheitstechnik erlaubt trotz herausfordernder Platzverhältnisse einen zuverlässigen und sicheren Betrieb der Roboter gemeinsam mit Menschen und manuellen Fahrzeugen. 

Optimierung der Wertschöpfungskette 

Mit der Investition in selbstfahrende Transportroboter verfolgt Spitz das Ziel, eine möglichst kurze Time-to-Market neuer Produkte zu erreichen und dabei die Wertschöpfungskette zu optimieren. Tatsächlich lernt das Agilox IGV-System schnell: Die hochpräzise Indoor-Lokalisierungstechnologie ermöglichte es, innerhalb weniger Stunden den gesamten Produktionsbereich der Backwarenherstellung einzulernen und zu digitalisieren. Nach wenigen Stunden konnten bereits die ersten autonomen Prozesse gefahren werden, nach nur einer Arbeitswoche war die gesamte Inbetriebnahme, welche auch eine umfangreiche Schulung der Mitarbeiter beinhaltete, abgeschlossen. Die vollautonome IGV-Anlage sorgt nun für eine zuverlässige Versorgung der Produktionslinien mit Verbrauchsmaterial sowie für einen Abtransport der Fertigwaren zu einem zentralen Übergabepunkt an das Hochregallager. Günter Heimbuchner, Logistikleiter bei Spitz, erklärt dazu: „Mit Agilox haben wir einen Partner ausgewählt, der uns bei der Automatisierung unserer intralogistischen Prozesse unterstützt. Es ist für uns zudem relevant, dass das intelligente Guided Vehicle neben normalen Transporten auch selbständig Schranken, Tore und Stockwerke überwindet. Die einfache Bedienung, unser motiviertes Projektteam und die hervorragende Zusammenarbeit mit Agilox tragen zur Erfolgsgeschichte von Spitz bei.“