VDMA: Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen starten mit leichtem Produktionsplus stabil ins Jahr 2026
Freitag, 27. Februar 2026
| Redaktion
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Mit leichten Produktionsplus und positivem Stimmungsbild startet der VDMA Fachzweig Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen verhalten optimistisch ins Jahr 2026
Mit leichten Produktionsplus und positivem Stimmungsbild startet der VDMA Fachzweig Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen verhalten optimistisch ins Jahr 2026, Bild: LMV-online.de / Susanne Woggon

Laut VDMA zeigen sich die Hersteller von Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen zum Jahresauftakt 2026 verhalten optimistisch. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamts konnte der Bereich im Jahr 2025 ein Produktionsplus zwischen zwei und drei Prozent erzielen. Der Produktionswert erreichte rund 16,5 Milliarden Euro. Das Wachstum im drittstärksten Maschinenbau-Fachzweig (2024) basiert allerdings vor allem auf hohen Auftragsbeständen, mit denen die Hersteller in das Jahr 2025 gestartet waren.

Auftragseingang bei Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen nahezu stabil

Der Auftragseingang im Bereich Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen war 2025 von starken Schwankungen geprägt. Handelskonflikte, geopolitische Spannungen und wirtschaftliche Unsicherheiten beeinflussten die Nachfrage deutlich. Insgesamt blieb der preisbereinigte Auftragseingang mit einem Minus von 0,5 Prozent jedoch nahezu auf Vorjahresniveau. Die VDMA-Konjunkturumfrage vom Januar 2026, bezogen auf das vierte Quartal 2025, zeigt ein überwiegend positives Stimmungsbild: 40 Prozent der Hersteller von Nahrungsmittelmaschinen, Pharmamaschinen und Verpackungsmaschinen bewerteten ihre aktuelle Lage als gut bis sehr gut. Lediglich sechs Prozent stuften sie als schlecht ein. Nur zehn Prozent erwarten in den kommenden sechs Monaten eine weitere Verschlechterung.

Internationale Märkte bieten Potenziale für neue Geschäftsmöglichkeiten

Im Vergleich zu anderen Bereichen des Maschinenbaus ist diese Branche weniger stark von den strukturellen Problemen ihrer Kundenindustrien betroffen. Zwar stehen Lebensmittel-, Getränke- und Pharmaunternehmen aufgrund hoher Rohstoff- und Energiepreise unter Druck, doch der Absatz von Endprodukten bleibt in vielen Regionen robust. Die international breite Aufstellung der Hersteller von Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen sorgt für eine wirksame Risikostreuung. Regionale Nachfrageunterschiede können häufig ausgeglichen werden. In der VDMA-Umfrage wurden die Geschäftsmöglichkeiten in Süd- und Mittelamerika, Afrika, im Nahen und Mittleren Osten sowie in Zentral- und Südasien besonders positiv bewertet. Unter diesen Voraussetzungen erwartet der Fachverband Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen für das Jahr 2026 ein moderates Umsatzwachstum von rund drei Prozent.

Wettbewerbsfähigkeit von Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen unter Druck

Gleichzeitig wächst in zahlreichen Auslandsmärkten der Wettbewerbsdruck, insbesondere durch Anbieter aus China. Um den technologischen Vorsprung und die Wettbewerbsfähigkeit deutscher und europäischer Hersteller von Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen zu sichern, sind verbesserte Standortbedingungen erforderlich. Hohe Energie- und Arbeitskosten sowie bürokratische Belastungen gelten als zentrale Herausforderungen. Die Unternehmen erwarten von der Politik entsprechende Reformen, um die internationale Position der Branche langfristig zu stärken.

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