Gehaltsstudie 2026 von Foodjobs
Lebensmittelproduktion: Gehälter steigen auf durchschnittlich 63.300 Euro
Montag, 18. Mai 2026
| Redaktion
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Gehaltsstudie von Foodjobs für den Bereich Produktion
Gehaltsstudie 2026 von Foodjobs für den Bereich Produktion, Bild: Foodjobs.de

Die Gehälter in der Lebensmittelproduktion entwickeln sich weiter positiv. Das zeigt die aktuelle Gehaltsstudie 2026 von Foodjobs für berufserfahrene Fach- und Führungskräfte der Lebensmittelwirtschaft. Besonders Mitarbeitende mit Personal- oder Budgetverantwortung sowie Fachkräfte mit langjähriger Berufserfahrung profitieren von steigenden Einkommen. Gleichzeitig macht die Studie deutlich, dass in der Lebensmittelproduktion weiterhin ein deutlicher Gender-Pay-Gap besteht. Neben attraktiven Gehaltsaussichten spielt auch die hohe Zufriedenheit vieler Beschäftigter eine wichtige Rolle für die Branche.

Lebensmittelproduktion erreicht mittleres Jahresgehalt von 63.300 Euro

Das mittlere Bruttojahresgehalt in der Lebensmittelproduktion liegt laut der Foodjobs Gehaltsstudie 2026 derzeit bei 63.300 Euro. Die mittleren 50 Prozent aller Gehälter bewegen sich zwischen 54.000 Euro und 81.500 Euro jährlich. Spitzengehälter von mehr als 150.000 Euro sind insbesondere in leitenden Funktionen möglich. Besonders deutlich fällt der Unterschied zwischen Männern und Frauen aus. Männer erzielen in der Lebensmittelproduktion ein mittleres Einkommen von 65.000 Euro, Frauen kommen auf durchschnittlich 56.000 Euro brutto pro Jahr. Das entspricht einem Gender-Pay-Gap von 16 Prozent.

Hohe Einkommen auch ohne Führungsverantwortung möglich

Die Studie zeigt, dass bereits in operativen Funktionen der Lebensmittelproduktion vergleichsweise hohe Einkommen erzielt werden können. Produktionsmitarbeitende sowie Anlagenführer ohne Personal- oder Budgetverantwortung erreichen durchschnittlich rund 50.000 Euro pro Jahr. Zusätzliche Schichtzulagen erhöhen das Einkommen weiter. Im Durchschnitt summieren sich diese auf rund 6.200 Euro jährlich. Mit zunehmender Verantwortung steigen die Gehälter deutlich an. Wer sich bis zur Betriebs- oder Werksleitung entwickelt, erzielt im Mittel ein Einkommen von 105.500 Euro. In der Geschäftsführung von Produktion und Technik sind laut Studie Spitzengehälter von bis zu 231.000 Euro möglich.

Berufserfahrung steigert Gehälter in der Lebensmittelproduktion deutlich

Auch die Berufserfahrung wirkt sich spürbar auf die Gehaltsentwicklung aus. Während das mittlere Einkommen im ersten Berufsjahr bei rund 54.000 Euro liegt, erreichen Beschäftigte mit mehr als zehn Jahren Erfahrung durchschnittlich 75.000 Euro jährlich. Zusätzliche Verantwortung sorgt ebenfalls für steigende Einkommen. Mitarbeitende mit Verantwortung für mehr als 50 Personen erzielen durchschnittlich rund 84.500 Euro. Ohne Personalführung oder mit kleinen Teams liegt das mittlere Einkommen dagegen bei etwa 54.500 Euro. Ähnlich entwickelt sich die Vergütung bei Budgetverantwortung. Hier steigen die Einkommen von durchschnittlich 59.600 Euro auf bis zu 78.000 Euro jährlich.

Zufriedenheit in der Lebensmittelproduktion bleibt hoch

Die positiven Gehaltsentwicklungen spiegeln sich auch in der Zufriedenheit der Beschäftigten wider. Insgesamt geben 64,2 Prozent der Befragten an, mit ihrem Einkommen zufrieden oder sehr zufrieden zu sein. Allerdings zeigen sich auch hier Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Während knapp 70 Prozent der Männer zufrieden mit ihrem Einkommen sind, liegt der Anteil bei Frauen bei rund 63 Prozent.

Produktion bleibt zentraler Bereich der Lebensmittelwirtschaft

Die Lebensmittelproduktion zählt zu den anspruchsvollsten Bereichen der Lebensmittelwirtschaft. Mitarbeitende arbeiten direkt am Produkt und müssen hohe Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen erfüllen. Neben technischem Verständnis und handwerklichem Geschick sind Präzision, Prozessverständnis und Belastbarkeit gefragt. Die Ergebnisse der Gehaltsstudie verdeutlichen, dass diese Anforderungen zunehmend auch finanziell honoriert werden. Gerade vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels gewinnt die Lebensmittelproduktion damit weiter an Bedeutung als attraktives Berufsfeld innerhalb der Lebensmittelwirtschaft.

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