Einsatz in der Lebensmittelindustrie
Containment-Mischer für Anwendungen bis OEB-Level 5
Mittwoch, 13. Mai 2026
| Redaktion
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Mit dem „FKM Containment“ hat Lödige den ersten Mischer im Programm, welcher speziell für einen Einsatz bis OEB-Level 5 konzipiert wurde
Mit dem „FKM Containment“ hat Lödige den ersten Mischer im Programm, welcher speziell für einen Einsatz bis OEB-Level 5 konzipiert wurde, Bild: Gebrüder Lödige Maschinenbau

Mit dem neuen „FKM Containment“ erweitert Gebrüder Lödige Maschinenbau sein Portfolio um einen speziell für High-Containment-Anwendungen entwickelten Mischer. Die Anlage wurde für Einsätze bis OEB-Level 5 konzipiert und richtet sich insbesondere an Anwendungen in der Pharma-, Chemie- und Lebensmittelindustrie. Ziel ist es, Mitarbeitende zuverlässig vor potenziell gefährlichen Stäuben und Aerosolen zu schützen und gleichzeitig eine hohe Produktqualität sicherzustellen. In modernen Produktionsumgebungen entstehen beim Mischen häufig Stäube, Aerosole oder andere kritische Stoffe, die hohe Anforderungen an Containmentkonzepte stellen. Genau hier setzt der neue „FKM Containment“ an. Die Maschine basiert auf dem etablierten Pflugschar-Mischer von Lödige und wurde gezielt um zusätzliche Containment-Funktionen erweitert.

Containment-System für staubfreie Produktzufuhr und Entleerung

Für die staubfreie Produktzufuhr und -abgabe kommen Doppelklappen-Systeme (Split Butterfly Valves) renommierter Hersteller zum Einsatz. Alternativ lassen sich Endlosfolien- oder Transferbeutel-Systeme integrieren. Dadurch soll ein sicherer Materialtransfer bis OEB-Level 5 ermöglicht werden. Ergänzt wird das Konzept durch flexible Isolatoren mit Handschuheinsätzen an den Inspektionsklappen. Diese ermöglichen Eingriffe, Sichtkontrollen oder kleinere Korrekturen innerhalb der Maschine, ohne das Containment zu unterbrechen.

Dichtungs- und Filtersysteme für sichere High-Containment-Anwendungen

Für hoch beanspruchte Bereiche wie Mischwerk, Messerköpfe oder Entleerung wurden die dynamisch belasteten Dichtungen speziell angepasst. Ziel ist eine dauerhafte Absicherung gegen mögliche Leckagen auch unter anspruchsvollen Betriebsbedingungen. Die Maschinenentlüftung erfolgt über ein zweistufiges Filtersystem mit pneumatischer Abreinigung der ersten Filterstufe sowie einem Hepa-Filter als zweite Sicherheitsstufe.

Probenahme und Reinigung ohne Unterbrechung

Ein speziell entwickelter Probenehmer ermöglicht die Entnahme repräsentativer Proben während des laufenden Mischprozesses, ohne die Anlage öffnen zu müssen. Zusätzlich unterstützt ein teil- oder vollautomatisiertes WIP- beziehungsweise CIP-System die reproduzierbare Reinigung der Maschine. Dadurch lassen sich Reinigungsprozesse automatisieren und manuelle Eingriffe minimieren, ohne das System zu beeinträchtigen.

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