Fi Europe & Ni 2017 in Frankfurt bündelt das gesamte Know-how der Branche rund um das Thema Clean Label

Natürliche Farben und Aromen: Orientierung im Wachstumsmarkt

Die Fi Europe & Ni 2017 in Frankfurt

Die große Nachfrage der Verbraucher nach Lebensmitteln mit natürlichen Inhaltsstoffen hat die Lebensmittelindustrie nachhaltig beeinflusst. Um den neuen Anforderungen gerecht zu werden, haben die Hersteller von Aromen und Farben hohe Investitionen getätigt, um natürliche Alternativen zu entwickeln. Die Fi Europe & Ni 2017 bietet vom 28.-30. November in Frankfurt am Main einen hervorragenden Überblick über einen Sektor, der in den vergangenen Jahren gewachsen ist wie kaum ein anderer in der Lebensmittel- und Ingredients-Industrie.

Bereits in den 80er Jahren wurde erste Kritik an synthetischen Farben in Lebensmitteln laut. Heute dominieren natürliche Alternativen: Nahezu 60 Prozent des gesamten Markts der Lebensmittelfarben bestehen laut Future Market Insights aus natürlichen Lösungen. Der Wunsch nach Lebensmitteln ohne Zusatzstoffe beeinflusste auch den Markt der Aromen. „Die Verbraucher sind skeptisch gegenüber künstlichen Zusatzstoffen mit E-Nummern. Sie meiden Produkte mit langen, schwer verständlichen Zutatenlisten und verlangen stattdessen nach natürlicheren Lebensmitteln“, so Guido de Jager, Head of Group Marketing bei GNT.

Auch wenn natürliche Farben und Aromen heute zum Standardportfolio gehören, bleibt es doch eine Herausforderung, mit ausschließlich natürlichen Inhaltsstoffen gute Ergebnisse zu erzielen. Um ein Clean-Label-Produkt herzustellen, braucht es standardisierte Rohstoffe von hoher und gleichbleibender Qualität – nicht immer ganz einfach, wenn Mutter Natur der Hersteller ist. Hinzu kommt, dass die Stabilität auch bei längerer Lagerdauer oder höheren Umgebungstemperaturen gegeben sein muss. Paul Janthial, Director Food & Beverage bei Naturex: "Jedes natürliche Pigment hat seine eigenen charakteristischen Eigenschaften in Bezug auf Hitze, pH-Empfindlichkeit, Lichtstabilität und Löslichkeit. Um die passende Lösung auf effiziente Weise zu finden, darf man sich nicht nur auf den gewünschten Farbton oder seine Intensität konzentrieren, sondern muss von Anfang an alle Details rund um die Matrix der Anwendung und den Verarbeitungsprozess im Blick haben.“

Mit tausenden von Produkten im Bereich der Farben und Aromen gibt die Fi Europe & Ni einen hervorragenden Überblick über die natürlichen Lösungen in diesem Segment – während das hochkarätige Konferenzprogramm Einblick und Wissen vermittelt. Barbara Lezzer, European Marketing Director bei Sensient Flavours: „Verbraucher sollten heutzutage keinen Kompromiss zwischen Gesundheit und Geschmack eingehen müssen. Deshalb liegt unser Fokus in Forschung und Entwicklung auf natürlichen Lösungen, basierend auf unseren eigenen Technologien. Die FiE gibt uns die Möglichkeit, unsere Neuentwicklungen vorzustellen, mit denen wir neue Produktkonzepte für die verschiedenen Süßwaren- und Getränkekategorien ermöglichen."

Das viertägige Konferenzprogramm der Fi Europe & Ni bietet in konzentrierter Form Einblicke in die aktuellen Trends am Markt. Unter dem Titel „Clean Label & Natural Ingredients“ beleuchten am 28. November Experten aus Wissenschaft und Industrie sowie Marktanalysten verschiedene Themen wie beispielsweise „Clean Label“ aus dem Blickwinkel der Verbraucher. Auch technologische Themen wie die Stabilität natürlicher Farben oder Reformulierung stehen im Fokus. Der Themenschwerpunkt zu "Reduktion & Reformulierung" am 30. November beschäftigt sich unter anderem mit Fallbeispielen und Vorträgen zur Zuckerreduktion und zeigt, wie innovative Lösungen Einbußen bei Geschmack oder Funktionalität vermeiden können.

Der Messeveranstalter UBM hat für die Fi Europe & Ni eine neue Rekordzahl von 1.500 Ausstellern angekündigt. Mehr als 350 davon präsentieren über 2.500 Produkte im Bereich Farben und Aromen. Die Bandbreite der Aussteller reicht von den großen Playern der Branche wie GNT, SVZ, Naturex, Sensient und Symrise bis hin zu innovativen Messe-Newcomern wie La Tourangelle, Food Solutions Team und Aromas Lecocq.
 

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