Mit dem „E-Bake G2“ stellt Gea eine neue Generation elektrischer Tunnelöfen für die industrielle Backwarenproduktion vor. Das Unternehmen setzt dabei auf maximale Energieeffizienz, präzise Steuerung der Prozesse sowie ein vollständig gasfreies Design. Der Tunnelofen richtet sich an Hersteller von Hart- und Weichkeksen sowie Crackern, die Wert auf Flexibilität und nachhaltige Produktion legen.
Elektrischer Tunnelofen als nachhaltige Antwort auf steigende Anforderungen
Entwickelt für den reinen Elektro-Betrieb, ersetzt der „E-Bake G2“ herkömmliche gasbetriebene Öfen durch eine zukunftsfähige Alternative. Das System senkt durch optimierte Luftführung und kompakte Bauweise die CO2-Emissionen deutlich. Gleichzeitig erlaubt es gleichbleibend hohe Qualität bei jedem Backvorgang. Ein verringertes Innenvolumen innerhalb der Kammer sorgt dafür, dass Wärmeverluste auf ein Minimum reduziert werden und die Heizelemente in direkter Nähe zum Produkt arbeiten. Die Kombination aus Mikrokonvektion und gezielter Luftströmung trägt zusätzlich zu einer gleichmäßigen Temperaturverteilung bei.
Modularer Tunnelofen schafft thermische Flexibilität
Durch den Aufbau in individuell steuerbare Segmente lässt sich der Tunnelofen flexibel an verschiedenste Anforderungen anpassen. Folgende Konfigurationen stehen zur Auswahl:
- RE (elektrische Strahlungsheizung)
- CVE (elektrische Konvektionsheizung)
- ConRad (Strahlung und Luftverwirbelung kombiniert)
- RE + CVE (hybrides Heizprinzip)
- Individuelle Hybridsysteme
So kann die Ofentechnik exakt an das Produkt und dessen thermisches Profil angepasst werden. Gleichzeitig erhöht sich die Betriebssicherheit durch modulübergreifende Redundanzen.
Investitionssicherheit durch Energieeinsparung
Wie Marco Girimondo, Produktmanager bei Gea, berichtet, steigen die Anforderungen der Kunden an nachhaltige Technologien spürbar. Gleichzeitig belasten hohe Energiepreise und nötige Umrüstungen auf neue Systeme die Investitionsbereitschaft. Genau an diesem Punkt setzt der Tunnelofen an. Im Vergleich zum gasbetriebenen Vorgängermodell lassen sich bis zu vierzig Prozent Energie einsparen. Hersteller profitieren von gleichmäßiger Wärmeverteilung aufgrund miniaturisierter Luftkreisläufe, die sich pro Modul feinjustieren lassen. Dadurch entsteht eine konsistente Temperaturführung auf der gesamten Backfläche. Die Produktionsergebnisse bleiben stabil, unabhängig von der Backzone. Besonders bei qualitätsrelevanten Merkmalen wie Farbe, Textur oder Feuchtigkeit macht sich dies bemerkbar.
Wartungskonzept für minimale Stillstandszeiten
In Bezug auf die Servicefreundlichkeit wurde der Tunnelofen ebenfalls weiterentwickelt. Es sind Zugangstüren entlang der gesamten Backkammer integriert. In der Basisversion ist eine Tür pro Modul vorgesehen. Optional können bis zu drei Öffnungen pro Modul gewählt werden. Herausnehmbare Bodenplatten erleichtern die Reinigung zusätzlich. Das spart Zeit und reduziert Stillstand.
Das gesamte System ist auf einen schnellen Aufbau vor Ort ausgelegt. Vormontierte Module und ein kompakt auf dem Ofen platzierter Schaltschrank verkürzen die Installationszeit erheblich. Ein Beispiel mit neunzig Metern Länge und sieben Backzonen zeigt, dass die Montage um bis zu siebzig Prozent schneller abgeschlossen werden kann als bei herkömmlichen Elektroanlagen.
Tunnelofen in funktionalem Design mit Ressourcenfokus
Beim äußeren Aufbau setzt Gea auf ein neues Maschinenkonzept. Das sogenannte Kinetic Edge kombiniert modernes Design mit funktionalem Mehrwert. Der Materialeinsatz wurde deutlich gesenkt, insbesondere beim Eisenanteil für Rahmen und Kammer, der um vierundsechzig Prozent reduziert werden konnte. Die Konstruktion ist modular aufgebaut, auf Standardisierung ausgelegt und am Lebenszyklusende gut recycelbar.
Fazit: Kompetenz für industrielle Backlösungen
Mit dem Tunnelofen „E-Bake G2“ liefert Gea eine elektrische Komplettlösung, die Energie spart, Prozesse verbessert und Backqualität sichert. Die Kombination aus nachhaltigem Design, modularer Technik und geringer Installationszeit macht ihn zu einer zukunftsorientierten Investition für die industrielle Backbranche. Bereits seit 2016 bündelt der Maschinenbauer mit den Marken Comas und Imaforni umfangreiche Expertise im Bereich des industriellen Backens. Das Unternehmen entwickelt schlüsselfertige Backlinien für unterschiedlichste Produkte, darunter Kekse, Cracker und Kuchen, mit besonderem Fokus auf Effizienz und Nachhaltigkeit.