VDMA: Maschinenbau treibt Industrie 4.0 voran

Auftragseingänge für Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen steigen 2014 im Inland

Maschinenbau

„Wir bestätigen unsere Produktionsprognose für 2015 von plus zwei Prozent. Trotz aller Unsicherheiten und Belastungsfaktoren in Europa sind die Maschinenbauer positiv gestimmt nach Hannover gekommen“, erklärte der Präsident des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) Dr. Reinhold Festge im Rahmen der Hannover Messe 2015. 

Die Produktion in Deutschland stieg im Januar 2015 um 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. „Es fehlt nach wie vor an Investitionslaune, auch in Deutschland. Wir müssen weiterhin mit Störungen, vielleicht sogar mit Rückschlägen rechnen“, berichtete Festge. Der gesunkene Außenwert des Euro sorge derzeit aber weltweit für Rückenwind beim Verkauf von Maschinen. Auch die Exporte innerhalb Europas sollten in diesem Jahr auf Wachstumskurs bleiben. Gleiches gelte für die USA, zweitwichtigstes Abnehmerland des Maschinenbaus.

Bilanz 2014: Ergebnis im Lebensmittelbereich
Im Bereich Maschinenbau für das Ernährungsgewerbe wurde 2014 ein Umsatz von 138 Milliarden Euro generiert, ein Rückgang von einem Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch der Auftragseingang wuchs im Inland für Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen um 17 Prozent, verlor bei den Bestellungen aus dem Ausland jedoch vier Prozent.

Maschinenbau im Wechselbad
Der deutsche Maschinenbau durchlebte 2014 ein konjunkturelles Wechselbad. Nach einer Wachstumserwartung von plus drei Prozent sorgten die Russland/Ukraine-Krise und fehlende Inlands-Investitionen für Dämpfer. Die vom VDMA auf ein Prozent Wachstum korrigierte Produktionsprognose wurde mit 1,1 Prozent erreicht. Mit einem Produktionswert von 199 Milliarden Euro wurde erstmals das Rekordergebnis von 2008 übertroffen. „Doch die Freude über dieses kleine Plus hält sich in Grenzen, denn der konjunkturelle Durchbruch blieb aus“, erklärte Festge. Als Faktoren, die den Auftragseingang und damit zeitversetzt Umsatz und Produktion behindert haben, nannte der VDMA-Präsident die unzureichende Nachfrage aus vielen Entwicklungs- und Schwellenländern sowie den Russland/Ukraine-Konflikt mit seinen Sanktionen und Folgewirkungen.

Die Kapazitätsauslastung lag 2014 im Durchschnitt bei 84,7 Prozent. Die Maschinenexporte stiegen 2014 um 1,7 Prozent auf 152 Milliarden Euro. Größter Abnehmer deutscher Maschinen waren die EU-28-Länder  mit 65,3 Milliarden Euro, ein Plus von 7,3 Prozent. Nach Asien wurden Maschinen im Wert von 38,9 Milliarden Euro exportiert, nach Nord- und Lateinamerika zusammen 23,3 Milliarden Euro. Größter Einzel-Auslandsmarkt war China mit 17 Milliarden Euro, gefolgt von den USA mit 15,1 Milliarden Euro und Frankreich mit 9,8 Milliarden Euro. Rückläufig waren die deutschen Maschinenlieferungen nach Brasilien, Indien, Südkorea, die Türkei sowie Russland.

Gründung der Plattform Industrie 4.0 ist starkes Signal für die deutsche Industrie
Die Gründung der Plattform Industrie 4.0 unter Beteiligung der Industrie, der Wissenschaft, der Verbände, der Politik und der Gewerkschaften zeigt die große Bedeutung des Themas. „Das ist ein starkes Signal für Industrie 4.0 made in Germany“, betonte Festge.

Entscheidend für die Schlüsselrolle des Maschinenbaus bei der Weiterentwicklung von Industrie 4.0 sei, dass diese Industrie mit ihren Produkten Datenquelle für die intelligente Produktion sei. „Wir sind zugleich Anbieter und Anwender von Industrie-4.0-Technologien, gepaart mit der Innovations- und Marktführerschaft in vielen Bereichen und Segmenten“, sagte der VDMA-Präsident. Der Maschinenbau mache es möglich, Daten zu erfassen, sie auszuwerten und zu interpretieren und damit smarte Produktionsprozesse sowie neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Vor diesem Hintergrund habe der VDMA auch ein eigenes Forum Industrie 4.0 geschaffen, das die Themen Forschung, Standardisierung, IT-Sicherheit, Produktionsorganisation sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen und die Qualifizierung der Mitarbeiter vorantreibe.

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