Schubert und Berndt+Partner gründen Kompetenzzentrum für nachhaltige Verpackungslösungen
Freitag, 07. Februar 2025
| Redaktion
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Das Spezialisten-Team der Schubert-Verpackungsberatung (v.l.n.r.): Pascal Kurz, Stefan Horvath, Michael Graf, Laura Gascho, Valentin Köhler
Das Spezialisten-Team der Schubert-Verpackungsberatung (v.l.n.r.): Pascal Kurz, Stefan Horvath, Michael Graf, Laura Gascho, Valentin Köhler, Bild: Gerhard Schubert

Maschinenbauer Gerhard Schubert und die Berliner Verpackungsberatung Berndt+Partner Group bündeln ihre Kompetenzen im Packaging Competence Center, kurz PCC. In der neuen Organisation arbeiten Experten aus den Bereichen Regulatorik, Verpackungsdesign, Materialien und Automatisierungstechnik zusammen. Das PCC hat sich zum Ziel gesetzt, Hersteller bei der Entwicklung nachhaltiger Verpackungen zu beraten und praktikable Lösungen für die Umsetzung zu finden. Dabei stehen die Herausforderungen der PPWR ebenso im Fokus wie andere Nachhaltigkeitsthemen. 

PCC setzt auf effiziente und regelkonforme Umsetzung der PPWR

Die EU-Verordnung Packaging and Packaging Waste Regulation, kurz: PPWR, zielt darauf ab, die Verpackungsindustrie nachhaltiger zu gestalten. Sie soll die negativen Umweltauswirkungen von Verpackungsabfällen reduzieren. Allerdings stellt sie die Hersteller mit hohem Zeitdruck, unterschiedlichen Umsetzungsfristen und noch nicht detaillierten Vorgaben vor große Herausforderungen. Unternehmen müssen schnellstmöglich abwägen, wie sie auf die oft komplexen Anforderungen reagieren. Weitreichende Konsequenzen für ihre Verpackungen und Produktionsprozesse können die Folge sein. Darüber hinaus bedarf es einer ebenso effizienten wie regelkonformen Umsetzung, bei der das PCC vielfältige Unterstützung bietet.

Nachhaltige und flexible Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette

„Bei den Herstellern geht es um ganz praktische Überlegungen“, erläutert Michael Graf, Leiter des PCC und Nachhaltigkeitsexperte bei Schubert. „Was bedeutet es, eine Schokoladentafel künftig in Papier statt in Folienschlauchbeutel zu verpacken? Oder wie läuft ein bestehender Kartonierer, wenn Zuschnitte eine andere Größe bekommen, sich in der Maschine anders verhalten oder nicht mehr mit Leim verklebt werden dürfen? Diese Themen sind essenziell und verlangen nach Antworten entlang der gesamten Wertschöpfungskette.“

Gebündeltes Schubert- und Berndt+Partner-Know-how im neuem PCC

Hier setzt das Packaging Competence Center an. Der große Vorteil des PCC: Durch die umfassenden Kompetenzen zweier Unternehmen kann das Zentrum regulatorische Beratung, Verpackungsentwicklung und Maschinengängigkeit aus einer Hand anbieten. Die Experten von BP Consultants erklären die PPWR und erläutern ihre Auswirkungen auf das jeweilige Verpackungsportfolio. Schubert prüft die Maschinengängigkeit neuer Verpackungslösungen und stellt so die für Verpackungsprozesse wichtige Automatisierung sicher. Marcel Kiessling, Geschäftsführer von Gerhard Schubert, betont: „Als führendes Maschinenbau-Unternehmen haben wir mit Berndt+Partner eine ebenfalls wegweisende Beratungsgruppe für Verpackungsfragen in Europa an unserer Seite. Das Packaging Competence Center versteht sich als Kooperation, die mit technischen Beratungsdienstleistungen für Verpackungsprozesse und -technologien die Produktionsabläufe unserer Kunden effizienter und nachhaltiger gestaltet.“

Konkrete Unterstützung durch den Impact Check

Wenn ein Hersteller seine Verpackungsmaterialien beispielsweise auf Papier oder recycelbare Monofolien umstellen möchte, bietet das PCC einen so genannten Impact Check an. Hierbei analysieren die Experten unter anderem, ob das bestehende Verpackungssortiment eines Herstellers den regulatorischen Anforderungen entspricht oder ob gegebenenfalls nachgebessert werden muss. Sind diese Fragen geklärt, kann der Hersteller ein neues Verpackungsdesign entwickeln. Auf Wunsch unterstützt sie dabei die Tochtergesellschaft Berndt+Partner Creality, die sich auf Verpackungsdesign und Branding spezialisiert hat. Dabei berücksichtigt das PCC stets automatisierte Verpackungsprozesse.

Praxistest auf den Schubert-Verpackungsmaschinen in Crailsheim

Sobald das geänderte Verpackungskonzept steht, testet Schubert es auf den eigenen Maschinen in Crailsheim. Dabei ermittelt der Verpackungsmaschinenhersteller, ob sich die neuen Materialien und Formate noch effizient verarbeiten lassen - und ob eventuell technologische Anpassungen erforderlich sind. Michael Graf legt dabei Wert auf eine ganzheitliche Betrachtung: „Nachhaltigkeit, so der Grundgedanke unserer ‚Mission Blue‘, muss Anlagen und vorgelagerte Schritte wie das Design mit einbeziehen, damit eine Lösung durchweg ökologisch ist. Die Verpackung aus Papier oder Monofolie allein reicht nicht.“ Nach Abschluss von Beratung, Konzeption und Tests steht das PCC Herstellern weiterhin zur Seite. „Regularien ändern sich schnell, sodass Hersteller bald neue Fragen haben, auf die sie ebenso kreative Antworten möchten – und im PCC finden“, so Matthias Giebel, Partner bei BP Consultants, einem Tochterunternehmen der Berndt+Partner Group, abschließend. 

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