Spezielle Mehrkopfwaagen für Mischanwendungen

Wichtige Helfer der Süßwarenindustrie

Spezial-Hochleistungs-Mehrkopfwaagen mit 28 Köpfen im Einsatz

Die Einführung der Mehrkopfwaagen-Technologie in den 1980er Jahren bedeutete auch für die Süßwarenindustrie einen Quantensprung. Insbesondere bei Beutelprodukten machten die Waagen mit ihrer überragenden Genauigkeit der Überfüllung ein Ende und die hohen Geschwindigkeiten steigerten den Ausstoß.

Seit damals hat sich die Technologie kontinuierlich weiterentwickelt, Geschwindigkeit und Effizienz wurden zu neuen Bestmarken getrieben. Zugleich ermöglichte die Entwicklung spezialisierter Maschinen auch komplexe Anwendungen mit zuckerbeschichteten Produkten, stark haftenden Süßigkeiten oder zerbrechlichen Artikeln.

Diese Fähigkeiten sind nach wie vor immens wichtig für eine Industriebranche, die starkem Wettbewerbsdruck ausgesetzt ist und ständig neue Produkte hervorbringt. Moderne Mehrkopfwaagen sind in der Lage eine große Spannbreite von Verpackungsformaten zu verarbeiten, das Spektrum reicht von kleinen Einportionen-Snacks bis hin zu Riesenbeuteln. Die Produktvielfalt verkürzt die Produktionsläufe, was wiederum schnelle Produktwechsel verlangt.Ishida auf der Fachpack 2016

Spezielle Anforderungen verlangen spezielle Lösungen
Anhand zwei sehr unterschiedlicher Mehrkopfwaagen-Modelle lässt sich gut veranschaulichen, wie die Technologie den Anforderungen der Süßwarenhersteller gerecht wird. Da gibt es zum einen Waagen mit kleinen Schalen, die prädestiniert sind für sehr kleine Produkte und extrem niedrige Zielgewichte wie beispielsweise 2 Gramm. Auch bei derart anspruchsvollen Anwendungen können Geschwindigkeiten erreicht werden von bis zu 200 Verpackungen pro Minute.

Für den Industriezweig noch wichtiger sind die Maschinenspezifikationen mit vielen Köpfen. Waagen mit 16, 18, 20, 24, 28 oder sogar 32 Köpfen bieten eine enorme Vielseitigkeit. Die große Zahl der Köpfe bewirkt extreme Geschwindigkeiten, insbesondere seit eine einzelne Maschine so konfiguriert werden kann, dass die Produktportionen gleichzeitig in bis zu acht Verpackungen abgefüllt werden. Auf diese Weise lassen sich sagenhafte Geschwindigkeiten von bis zu 440 Verpackungen pro Minute verwirklichen und eine Mehrkopfwaage ersetzt zwei oder mehr herkömmliche Waagen. Das spart Arbeits- und Wartungskosten und auch viel Platz in der Werkshalle.

Bis zu acht Komponenten mit einer Mehrkopfwaage
Diese Mehrkopfwaagen verarbeiten ebenso bis zu acht verschiedene Produktkomponenten auf einer Maschine, was sie sehr interessant macht für ein großes Anwendungsfeld der Süßwarenindustrie: die Mischprodukte. Jeder Produktkomponente ist eine Sektion der Waage vorbehalten und diese kann für bestimmte Zielgewichte eingestellt werden. So landet in jeder Verpackung konstant die richtige Mixtur und gerade auch die Zuteilung der höherpreisigen Zutaten wird strikt kontrolliert – der Gewinn ist gewahrt. Die Gewährleistung des Mischverhältnisses erfreut den Endkunden und die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen hinsichtlich der Produktzusammensetzung ist sicher gestellt.

Werden die Spezial-Hochleistungs-Mehrkopfwaagen miteinander kombiniert, dann lässt sich auf einer Linie eine nahezu unbegrenzte Anzahl von Mischprodukten verarbeiten. Ebenso möglich ist es, kleinere Mischungen zu kombinieren und sie Mehrfach-Auswürfen zuzuführen.

Im Vergleich zum Vormischverfahren bieten die Mehrkopfwaagen mehr Geschwindigkeit, Präzision und Effizienz. Die Separierung der Produktkomponenten bis zum Verpackungsprozess verhindert außerdem Beschädigungen durch mechanische Einflüsse.

Kompensationsprinzip Consecutive Topping
Neben dem gleichzeitigen Verwiegen und Abwerfen der Produkte lässt noch ein weiteres Feature die Anwender profitieren. Das sogenannte Consecutive Topping ermöglicht es, den Anteil der preisgünstigeren Zutaten im Gesamtgewicht zu variieren, was die Genauigkeit verbessert und Kosten senkt. Beim Consecutive Topping berücksichtigt jedes Zielgewicht sofort das aktuelle Gewicht der vorherigen Misch-Komponente. Das Prinzip der Kompensation steigert in hohem Maße die Gesamtgenauigkeit, weil es die Akkumulierung zulässiger Fehlgewichte verhindert.

Manche Kunden verlangen auch die Beimischung von Komponenten in vorgegebenen niedrigen Stückzahlen oder sogar als einzelne Stücke. Für solche Anwendungen sind maßgeschneiderte Konstruktionen und Softwarelösungen erhältlich, die eine absolut kontrollierte Zufuhr der Stückzahlen erlauben und, falls erforderlich, Überdosierungen im laufenden Zyklus zurückweisen.

Worauf achten bei der Anschaffung?
Bei der Auswahl einer Mehrkopfwaage für Mischprodukte oder für Anwendungen mit multiplen Auswürfen gilt es, eine Reihe von Faktoren zu berücksichtigen. Für jede Komponente müssen ausreichend Wiegeköpfe zur Verfügung stehen, damit aus den Wiegeergebnissen immer eine stabile Kombination berechnet werden kann. Gleichzeitig ist die Gesamtgeschwindigkeit der Maschine immer nur so hoch, wie die der Sektion mit den wenigsten Wiegeköpfen. Je mehr Köpfe, desto schneller die Waage.

Die individuellen Produkteigenschaften bedingen die Neigungen, Formen und Kontaktflächen der Mehrkopfwaage im Sinne eines gleichmäßigen Produktflusses. Das Interface muss mit der Schlauchbeutelmaschine oder mit dem Verteilsystem kompatibel sein, um einen hohen Ausstoß zu erreichen. Das Schalenvolumen hängt ab von der Größe der Produktstücke, der Schüttdichte und dem Zielgewicht.

Mit den sich ständig verändernden Anforderungen an die Verpackung von Süßwaren musste auch die Entwicklung der Mehrkopfwaagen Schritt halten. Nur so werden die Maschinen den Marktbedürfnissen gerecht hinsichtlich Geschwindigkeit, Genauigkeit und Effizienz, aber auch in Bezug auf die Produkte und Verpackungsformate. Auch in Zukunft wird die Technologie ihren wertvollen Beitrag leisten.

Ishida MehrkopfwaageAndy Spall von Stream Fruits

Besuchen Sie Ishida auf der Fachpack 2016 in Nürnberg in Halle 2, Stand 413.

 

Passende Anbieter zum Thema

Ishida, Mehrkopfwaagen, Kontrollwaagen, Röntgenprüftechnik, Schlauchbeutelmaschinen, Dichtheitsprüfung, Schalenversieglung, Etikettierer
Gerhard Schubert, Verpackungsmaschinen, Verpackungsanlagen, TLM, Getränke, Nahrungsmittel, Süßwaren, Tiefkühlprodukte, Molkereiprodukte, Pharma, Kosmetik, Technische Artikel