Effizientes Abfüllen mit verkürzten Umstellzeiten für Craftbier Brauereien

Gea Monoblock Filler Visitron All-in-one

Flexibilität, Leistung, Verfügbarkeit und Nachhaltigkeit sind entscheidend, damit Kunden Nahrungsmittel sicher und effizient herstellen. Gea stellt auf der diesjährigen Brau Beviale Anlagen und Prozesse für Craftbier-Brauer vor, die sich digital steuern, überwachen und intelligent führen lassen, die Ressourcen verantwortungsvoll einsetzen und die genauso zuverlässig verfügbar wie langlebig sind.

Kunden wie Craftbier Brauereien suchen platzsparende, flexible und nachhaltige Lösungen, die sich für mittlere Geschwindigkeiten und Kapazitäten rechnen. Am Stand zeigt der Maschinenbauer deshalb den hochflexiblen Monoblockfüller „Gea Visitron Filler All-in-one“, der zwischen Flaschen-, Dosen- und PET-Abfüllung wechseln kann. Er beherrscht nicht nur verschiedenste Formate, Getränkearten und Deckelformen. Der Füller verkürzt auch den Format- und Produktwechsel am Füllblock von Stunden auf 20 bis 30 Minuten. Damit adressiert das Unternehmen die Themen, die Getränkehersteller derzeit massiv beschäftigen, bestätigt Jakob Šalamun von Gea Vipoll. „Unsere Produktentwicklung treibt der Kundenwunsch nach Effizienz: Capex- wie Opex-getrieben, in der Beschaffung, in der Herstellung, auf den Vertriebswegen. Es geht um den maßvollen Umgang mit Ressourcen begründet durch ein wachsendes Nachhaltigkeitsbewusstsein.“

Der Markf für Craftbier befindet sich weltweit in verschiedenen Entwicklungsphasen, ist aber in den vergangenen Jahren insgesamt gereift: Weil sich Handel und Gastronomie auf verlässliche Marken mit konstant hoher Qualität konzentrieren, werden sich langfristig die Craftbrauer durchsetzen, die statt experimentellem Harakiri wohlüberlegte Businesspläne und Strategien entwickeln, die sie „relevant für ihre Zielgruppe machen,“ sagt Oliver Jakob, Produktmanager für Craftbier und Spezialitätenbrauereien bei Gea. Dazu könne eine regionale Vermarktung und sogar lokale Identität dienen und nicht immer sei der Export das passende Ziel für die Kreativbrauer. „Es geht darum, den Platz neben den etablierten großen Marktakteuren zu behaupten. Trinkbare Biere sind verständliche Biere. Verständliche Biere sind welche, die Kunden binden, die bleiben,“ meint Jakob. Ein Pils oder ein Helles außergewöhnlich umzuinterpretieren, sei für Brauexperten durchaus eine Kunst, die Gea in technologisch wie betriebswirtschaftlich passende Braulösungen umsetzt. So sind die Spezialanlagen und -komponenten modular erweiterbar und flexibel nutzbar, lassen Improvisation zu und stehen für Qualität, Konstanz und Effizienz im Ressourceneinsatz.

Hefemanagement in Craftmaßstab

In diesem Jahr zeigt das Unternehmen den Gea Craft Yeast Propagator für die Hefe-Reinzucht. Seine Dimensionen mit Volumina von fünf bis 25 Hektoliter richten sich nach den Sudwerken für 25 bis 125 Hektoliter Chargengröße. Hefe ist die wichtigste Komponente in der Bierherstellung, sie beeinflusst Geschmack, Qualität und Filtrierbarkeit. „Umso wichtiger ist es, den richtigen Stamm auszuwählen, gesunde Zellen zu pflegen, zu vermehren und die überflüssige Hefe zu verwerten“, sagt Produktmanager Torben Bauch von Gea. Die zunehmende Sortenvielfalt im Markt in den vergangenen Jahren habe zu einer immer umfangreicheren technischen Automatisierung geführt, so der Hefeexperte: „Aber genau hier haben Craftbrauer andere Vorstellungen als Großbrauereien. Deshalb haben wir unseren auf große Auslastung und Vollautomatisierung ausgelegten Yeast-Star in eine einfachere Variante überführt. Diese beherrscht für ein kleineres Investitionsbudget und kleinere Kapazitäten alles, was die Vollversion kann: produktschonende Homogenisierung, optimale Belüftung und angepasste Temperaturführung.“

Als erster Kunde wird die Londoner Craftbrauerei Fourpure Brewing Co. vom neuen Propagator profitieren. Sie hat überzeugt, dass der gesamte Aufbau entschlackt ist und einige High-Tech-Funktionen für einen manuellen Einsatz mit eigenständiger Steuerung ausgelegt sind.

Entalkoholisierung sogar für Craftbier

Der Trend zu alkoholfreiem Craftbier wird auf dem Gea-Stand ein Fokusthema sein. Die kreativen Handwerksbiere erweitern mit entalkoholisierten Versionen ihre Anhängerschaft. Gerade segelte das alkoholfreie „Ghost Ship Citrus Pale Ale 0,5%“ von Adnams in Southwold, Großbritannien, mit Gold prämiert zurück von den World Beer Awards 2019. Vor etwa einem Jahr begann Adnams, die alkoholarme Version des beliebten „Ghost Ship Citrus Pale Ale 4,5%“ mit der Entalkholisierungsanlage Gea Aroma Plus herzustellen. Sie basiert auf Umkehrosmose, die den Alkohol am Ende des Brauprozesses herausfiltert und dabei 100 Prozent des Geschmacks und nur 0,5 Prozent des Alkohols zurücklässt.

Ralf Scheibner, Spezialist für Membranfiltration: „So effizient thermische Verfahren Ethanol aus dem Bier entfernen können, war für uns der Aromaverlust einfach nicht akzeptabel. Für Gea ist die Umkehrosmose ganz klar das beste Verfahren, um ein großartiges, unverfälschtes Bier mit originalen Aromen herzustellen.“ Damit spricht er für die Braumeister, die nach der technischen Entalkoholisierung auf Zucker, Würze oder andere Zutaten zur Geschmacksverbesserung verzichten wollen.

Klären statt Filtern: Separationslösungen für Craftbrauer

„Mit unseren Separationslösungen richten wir uns auf der Brau Beviale vor allem an Craftbrauer, die vorhaben, ihre Produktion auf ein professionelles Level zu heben“, sagt Wolf Herberg, Vertriebsleiter für Getränkeseparatoren bei Gea. Der Maschinenbauer hat die „Plug & Win 180“, die Bier von ungewünschten Feststoffen wie Hefe und Trübpartikeln trennt, auf die praktischen Bedürfnissen von Craftbrauern ausgerichtet: Die Zentrifuge ist extrem leistungsfähig, platzsparend, sofort einsatzbereit und sehr leicht zu bedienen. „Im Vergleich zu anderen Klärprozessen reduzieren wir die Verluste drastisch, verkürzen die Lagerzeit um ein Drittel und brauen insgesamt viel schneller.“

Diesem Credo folgt auch das neue Separatoren-Skid für Brewpubs, eine Spezialentwicklung für Kleinstbrauereien wie in Gasthäusern und Pubs, die direkt vor Ort produzieren und ausschenken. Zur Brau Beviale zeigt das Unternehmen erstmals die kompakteste Variante, die die Effizienzvorteile der größeren Separatoren in einer auf das Wesentliche reduzierten Einheit sichert. Wolf Herberg: „Unsere Brewpub-Version zeigt, was Gea unter praktikablen Innovationen versteht: Basisautomatisierung, verlängerte Serviceintervalle und ein kompaktes Skid-Design – das sind alles Knackpunkte für Brauer, die stark auf ihre Betriebskosten achten müssen.“ Mit der Zentrifuge lassen sich Klärgrad und Trübung des Bieres sehr präzise und reproduzierbar einstellen. Der Brewpub-Separator ist als sofort installierbares Skid auf einen mobilen Rahmen montiert: Stecker rein, fertig, los. Sie finden Gea auf der Brau Beviale 2019 in Nürnberg in Halle 7 am Stand 7-600.
 

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