Wirtschaftswachstum nimmt 2016 Fahrt auf

Auftragseingang: Euro-Länder setzen kräftige Impulse im Maschinenbau

Auftragseingang mit positivem Trend

Die Maschinen- und Anlagenbauer in Deutschland verbuchten im Oktober wieder vollere Auftragsbücher. Der Auftragseingang legte im Berichtsmonat preisbereinigt um vier Prozent zu. Die Inlandsnachfrage und die Bestellungen aus den Nicht-Euro-Ländern blieben zwar weiterhin schwach mit einem Minus von vier, respektive acht Prozent. „Kräftiger Schub kam jedoch von den Euro-Partner-Ländern. Großanlagengeschäfte sorgten hier für ein Plus von 55 Prozent. Doch auch ohne die Anlagen wäre das Wachstum zweistellig ausgefallen“, sagte der VDMA-Konjunkturexperte Olaf Wortmann.

Im aussagekräftigeren Drei-Monats-Vergleich verbuchten die Maschinenbauer zwischen August und Oktober unterm Strich ein Minus von sechs Prozent. Auch hier sorgten die Euro-Partnerländer mit einem Plus von 16 Prozent für positive Stimmung, während die Bestellungen aus dem Ausland insgesamt um fünf Prozent und die Inlandsorders um sieben Prozent zurückgingen. „Für das laufende Jahr ergibt sich daraus nach zehn Monaten ein insgesamt stagnierender Auftragseingang“, ergänzt Wortmann.

Inlandskonjunktur bleibt verlässlicher Treiber
Auch für die gesamte deutsche Wirtschaft gibt es positive Signale. Laut dem aktuellen KfW-Konjunkturkompass nimmt das Wirtschaftswachstum in Deutschland Fahrt auf: Nach 1,7 Prozent in diesem Jahr erwartet KfW Research für 2016 einen Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts von zwei Prozent und bestätigt damit die Prognose aus dem Sommer für das kommende Jahr. Getrieben wird das Wachstum zum einen von der anhaltend dynamischen Binnennachfrage, besonders vom Konsum. Zum anderen dürfte im kommenden Jahr eine spürbare Aufhellung des außenwirtschaftlichen Umfelds sowohl Exporte als auch Unternehmensinvestitionen beflügeln.

"Der private und der staatliche Konsum bleiben weiter im Höhenflug, Exporte und Unternehmensinvestitionen ziehen an und ich sehe für 2016 endlich die Wende bei den seit 2011 schwächelnden Staatsinvestitionen. Das wird im kommenden Jahr für eine Zwei vorm Komma beim deutschen Wirtschaftswachstum sorgen," sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe.

Sich aufhellende Weltwirtschaft sorgt für bessere Exporte und Unternehmensinvestitionen
Im nächsten Jahr bleibt der Konsum die wesentliche Stütze der deutschen Konjunktur. Die privaten Konsumausgaben sind weiter im Aufwind danke guten Arbeitsmarktzahlen und deutlichen Lohn- und Gehaltssteigerungen bei einer zunächst noch sehr niedrigen Inflationsrate. Neben den privaten stützen auch die Konsumausgaben des Staates die Konjunktur. Im dritten Quartal 2015 sind sie mit der kräftigsten Rate seit Anfang 2009 gestiegen, 1,3 Prozent gegenüber Vorquartal. und werden wegen der Mehrausgaben in Folge des Flüchtlingszustroms weiter merklich ausgeweitet werden.

Die seit Jahren enttäuschenden staatlichen Investitionen werden 2016 nach Einschätzung von KfW Research anziehen. Die kommunale Investitionsinitiative der Bundesregierung und die Infrastrukturinvestitionen im Rahmen des Juncker-Plans dürften, gemeinsam mit steigenden Steuereinnahmen, dazu beitragen. Auch die Unternehmensinvestitionen erholen sich 2016 bei steigender Kapazitätsauslastung im Zuge einer erwarteten besseren Konjunktur in den Schwellenländern sowie einer Fortsetzung der Erholung in Europa.

In der Eurozone rückt im nächsten Jahr die Zwei in Reichweite (KfW-Prognose BIP 2015: 1,5 Prozent; 2016: 1,8 Prozent) "Erfreulich ist, dass das Wachstum auf einer breiten regionalen Basis steht. Neben Deutschland werden auch Frankreich, Italien und Spanien wieder mehr produzieren. Die Folgen der langjährigen Schwächephase sind aber keineswegs überwunden. Weitere Anstrengungen zur Rückführung der noch immer hohen Arbeitslosigkeit sind erforderlich", sagt Zeuner.

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