Prof. Heller erhält MIV-Innovationspreis 2013

MIV-Innovationspreisverleihung

Der Milchindustrie-Verband (MIV) hat den Milch-Wissenschaftlichen Innovationspreis 2013 an Herrn Prof. Dr. Knut J. Heller vom Max Rubner-Institut Kiel verliehen. Die Verleihung fand letzten Freitag anlässlich des 41. Wissenschaftlichen Beirates in Mainz statt.

Die Wahl fiel in diesem Jahr auf einen Wissenschaftler, der sich um die Milchwissenschaft an sich und den Milchforschungsstandort Deutschland besonders verdient gemacht hat.

„Mit der Vergabe des Milch-Wissenschaftlichen Innovationspreises 2013 an Herrn Prof. Heller vom Max Rubner-Institut Kiel durch die Unternehmen des Milchindustrie-Verbandes sollen seine hervorragenden wissenschaftlichen Leistungen ausgezeichnet werden, die wesentlich zur Förderung der Milchwissenschaft und zur Stärkung des Milchforschungsstandortes Deutschland beigetragen haben.“, so Herr Hans Holtorf, stellv. Vorsitzender des Milchindustrie-Verbandes und Vorsitzender der Arbeitsgruppe Qualität und Produktsicherheit im MIV.

Der MIV-Preis in Höhe von 10.000 Euro kann jährlich an Persönlichkeiten vergeben werden, die sich um die milchspezifische Forschung und Wissenschaft verdient gemacht haben. Der Preis steht für innovative milchspezifische und praxisnahe Leistungen aus den verschiedenen Wissenschaftsbereichen. Dieses kann von den Naturwissenschaften bis zur Rechts- und Wirtschaftswissenschaft sein. Entscheidend ist die besondere Praxisnähe und Bedeutung für die Molkereipraxis und Milchwissenschaft.

Aus der Begründung:
Seit 1992 ist Herr Prof. Heller Leiter des Instituts für Mikrobiologie und Biotechnologie an der Bundesanstalt für Milchforschung in Kiel, dem heutigen Max Rubner-Institut. Seine Hauptforschungsgebiete sind u. a. die biotechnologische Optimierung erwünschter Eigenschaften von Mikroorganismen sowie die Vermeidung unerwünschter Wirkungen von Mikroorganismen, wodurch ein wesentlicher Beitrag zum vorbeugenden gesundheitlichen Verbraucherschutz geliefert wird.

Aus der Entwicklung und Bewertung von Nachweisverfahren und von Möglichkeiten zur Minimierung Bakteriophageninduzierter und anderer Fermentationsstörungen wurden Empfehlungen abgeleitet, die bereits Eingang in die Praxis gefunden haben. Sie dienen der Prozesssicherheit und helfen Fehlchargen zu vermeiden.

Bei seinen Forschungsaktivitäten stehen die Praxisnähe und Relevanz stets im Vordergrund. Er hat durch die Einführung molekularbiologischer Arbeiten in die angewandte Mikrobiologie wichtige Beiträge zur Produktentwicklung und Lebensmittelsicherheit, vor allem im Milchbereich, geliefert.

Herr Prof. Heller hat in den vergangenen Jahren mit einer Vielzahl von Gemeinschaftsprojekten maßgeblich die vorwettbewerbliche Forschung in der Milchindustrie bestimmt. Die gewonnenen Erkenntnisse sind für die Molkereipraxis und Milchwissenschaft gleichermaßen bedeutsam.

Der Milchforschungsstandort Deutschland wird so durch Herrn Prof. Heller maßgeblich und nachhaltig gestützt. Er ist ein wichtiger Leistungsträger der Milchwissenschaft in Deutschland und seit vielen Jahren Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat des MIV.

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