Innovationspreisträger der Intervitis Interfructa gekürt

Fachjury vergibt zudem einen Sonderpreis

Innovationspreisträger der Intervitis Interfructa 2013

Eine international besetzte Jury von 36 Fachleuten hat aus 82 Bewerbungen sieben Einreichungen für würdig erachtet, einen der begehrten Intervitis Interfructa Innovationspreise 2013 zu erhalten.

„Die unabhängige Jury hat offenbar die Latte hoch angelegt!“, bemerkte der Präsident des Deutschen Weinbauverbandes, Norbert Weber, angesichts der Tatsache, dass die mögliche Vergabe von je vier Gold- und Silberpreisen nicht ausgeschöpft wurde.

Unter den sieben Preisträgern sind mit Bucher Vaslin sowie Pellenc zwei ausländische Anbieter aus dem Bereich Verarbeitungs- und Prozesssteuerung, die die Auszeichnung in Gold erhielten. Unter den fünf deutschen Preisträgern bekam die Firma Meomix, Neustadt-Duttweiler, für eine Professionalisierung und Individualisierung des Facebook-Marketings für Weinbaubetriebe einen Goldpreis.

Silberpreise erhielten folgende Aussteller der Intervitis Interfructa 2013: die Firma Clemens aus Wittlich in Kooperation mit der Firma Wagner aus Friedelsheim für eine innovative Technik beim Rebholzputzen und -ausheben; die Firma Rink aus Kreuztal für eine Maschine, die das Entfernen von Halshülsen deutlich erleichtert; die Firma Nephele Idea aus Mainz für eine Verwaltungssoftware für Weinbaubetriebe, die erstmals vollständig auf der Cloud-Technologie basiert.

Außerdem gab es einen Sonderpreis für die Firma Anseros Klaus Nonnenmacher aus Tübingen für einen innovativen Fass-Sterilisator.

Qualität durch technischen Fortschritt
Bei der Verleihung der Innovationspreise unterstrich DWV-Präsident Norbert Weber nochmals Anlass und Grundidee des Wettbewerbs: „Der Deutsche Weinbauverband zeichnet als Veranstalter der Intervitis Interfructa herausragende Neu- und Weiterentwicklungen von Ausstellern aus, die zum Fortschritt in unserer Branche beitragen. Der technische Fortschritt ist erforderlich, um die Qualität der Erzeugnisse ständig verbessern und im globalen Wettbewerb um die Gunst der Kunden mithalten zu können.“

Von den 82 Bewerbungen wurden 29 als Innovation anerkannt und ausgezeichnet. Norbert Weber: „Für mich ist dieses Ergebnis ein Hinweis, dass die Zulieferindustrie durch den Kontakt zur Branche ständig an der Optimierung eines bereits hohen technischen Standards arbeitet, und gleichzeitig die Jury keine Beliebigkeitsauszeichnungen verteilen wollte. An dieser Stelle erscheint mir wichtig zu erwähnen, dass weder der Deutsche Weinbauverband noch die Messe Stuttgart und erst recht nicht die Zulieferindustrie in der Jury vertreten sind, um zu völlig unabhängigen Ergebnissen zu gelangen.“

Die Jury hat unter diesen ausgezeichneten Neuheiten drei Einreichungen als „entscheidende Verbesserung“ gegenüber dem Stand der Technik bewertet und Goldpreise verliehen. Drei Bewerbungen wurden als „wesentliche Verbesserung“ angesehen und mit Silber honoriert.

Weitweit einzigartige Plattform zum Wissensaustausch
DWV-Generalsekretär Dr. Rudolf Nickenig ordnete den Wettbewerb ins Gesamtkonzept der Stuttgarter Veranstaltung ein: „Die Kombination von internationaler Fachmesse Intervitis Interfructa, international besetztem Weinbaukongress, ergänzt um Maschinenvorführungen und Verkostungsworkshop, bietet eine weltweit einzigartige Plattform. Der Austausch von Erfahrungen und Informationen unter Wissenschaftlern, Beratern, Vertretern der Zulieferindustrie und den Praktikern trägt wesentlich dazu bei, Innovationen und technische Entwicklungen anzustoßen.“

Der Intervitis Interfructa Innovationspreis wurde für Verfahren, technische Produkte und Dienstleistungen in vier Kategorien ausgeschrieben:

  • Anbau- und Erntetechnologie für Trauben und Obst
  • Verarbeitungs- und Prozesssteuerung für Wein, Fruchtsaft und Spirituosen
  • Abfüll- und Verpackungstechnologie
  • Marketing und Organisation

Die Bewertung erfolgt anhand folgender Kriterien:

  • Innovationsgrad
  • Bedeutung und Anwendbarkeit für die Praxis
  • Vorteile für die Betriebs- und Arbeitswirtschaft
  • Einfluss auf die Qualität des Endproduktes
  • Verbesserung der Umwelt- und Energiesituation
  • Auswirkung auf die Arbeitssicherheit
  • Einfluss auf die Vermarktung

Mit Blick auf die ausgezeichneten Innovationen sagte Norbert Weber: „Insgesamt zeigt sich, dass die Automatisation und die neuen Kommunikationsmöglichkeiten in unserer Branche zunehmend an Bedeutung gewinnen.“ Zweitens zeige sich aber auch der internationale Wettbewerb: Immerhin waren unter den 29 ausgezeichneten Innovationen acht Produkte von ausländischen Ausstellern sowie zwei Goldpreise von sieben Preisen insgesamt. „Dabei sind unsere heimischen Zulieferfirmen gut aufgestellt, um im globalen Wettbewerb nicht nur mithalten, sondern zum Teil als Marktführer Impulse setzen zu können.“

Internationale Veranstaltung
Die Fachmesse Intervitis Interfructa ist dabei ein internationaler Marktplatz. Ein Drittel der Aussteller kommt aus dem Ausland, 2010 waren Besucher aus siebzig Ländern zu Gast in Stuttgart. Norbert Weber: „Damit möchte ich nochmals meinen Appell verbinden, über den nationalen Tellerrand hinaus zu schauen. Die Intervitis Interfructa und der 61. Deutsche Weinbaukongress bieten vom 24. -27. April (der Kongress beginnt bereits einen Tag früher) eine hervorragende Gelegenheit hierfür!“

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