Gea schließt Geschäftsjahr 2017 mit moderatem Umsatzwachstum ab

Mit 12 Prozent Wachstum erzielte der Bereich Nahrungsmittel das größte Umsatzplus

Gea schließt Geschäftsjahr 2017 mit moderatem Umsatzwachstum ab

Der Düsseldorfer Technologiekonzern Gea konnte mit einem Auftragseingang 2017 von rund 4.751 Millionen Euro einen neuen Höchstwert erreichen, der 1,7 Prozent über dem Vorjahresniveau lag. Der Anstieg resultierte vor allem aus kleinen und mittleren Aufträgen bis 5 Millionen Euro, wobei die Milchproduktion, Nahrungsmittel und Pharma/Chemie das größte Wachstum verzeichneten. Der Umsatz wuchs moderat um 2,5 Prozent auf 4.605 Millionen Euro. Besonders erfreulich entwickelte sich die Kundenindustrie Nahrungsmittel, die mit rund 12 Prozent den größten Umsatzzuwachs erreichen konnte. Das operative Ebitda lag bei 564 Millionen Euro.

"Vor allem im zweiten Halbjahr 2017 wirkte sich der starke Euro negativ aus. So beliefen sich die Belastungen aus Veränderungen der Wechselkurse vom ersten auf das zweite Halbjahr beim Auftragseingang und beim Umsatz jeweils auf einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag. Darüber hinaus machte uns die anhaltende Schwäche im Bereich Milchverarbeitung zu schaffen, wohingegen sich viele Kundenindustrien im Rahmen unserer Erwartungen oder sogar besser entwickelten", erläuterte Jürg Oleas, Vorstandsvorsitzender von Gea. "Als breit aufgestelltes Technologieunternehmen müssen wir jedoch immer wieder mit Marktschwächen und entsprechend verhaltenen Auftragslagen einzelner Kundenindustrien umgehen, wie beispielsweise aktuell bei der Milchverarbeitung oder im Getränkebereich. Nichtsdestotrotz betrachten wir auch diese Bereiche mittelfristig als Wachstumsmärkte."

Für das laufende Geschäftsjahr 2018 strebt der Anlagenbauer ein Umsatzwachstum zwischen 5 und 6 Prozent an, das im Wesentlichen auf dem zusätzlichen Beitrag aus den beiden letzten Akquisitionen basiert. Die operative Ebitda-Marge wird im Geschäftsjahr 2018 voraussichtlich zwischen 12,0 und 13,0 Prozent vom Umsatz betragen. Der Ausblick basiert auf konstanten Wechselkursen zum Jahr 2017 und steht unter der Annahme, dass es zu keiner Abschwächung des Weltwirtschaftswachstums kommt. Ferner wird vorausgesetzt, dass es keine deutliche Verringerung der Nachfrage aus relevanten Kundenindustrien bzw. Verschiebungen zwischen den Kundenindustrien gibt, die einen negativen Margeneinfluss haben.

"Auch wenn wir weiterhin vor gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten stehen, beruht der nachhaltige Erfolg unseres Unternehmens auf weltweiten Megatrends, die für langfristigen Rückenwind sorgen werden", so Jürg Oleas. "Das Bevölkerungswachstum, die zunehmende Mittelschicht und die damit verbundene steigende Nachfrage nach hochwertigen Nahrungsmitteln und Getränken sowie der Trend hin zu immer effizienteren und ressourcenschonenderen Produktionsverfahren werden auch in Zukunft die Weltwirtschaft prägen. Mit unserem Produktportfolio für anspruchsvolle Prozesstechnologie sind wir bestens gerüstet, um an diesen Entwicklungen zu partizipieren und so den nachhaltigen Geschäftserfolg von Gea zu sichern."
 

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