Entwicklungskooperation für nachhaltigen Vanilleanbau

Unilever, Symrise und GIZ fördern bessere Lebensbedingungen für Vanillebauern in Madagaskar

Vanillebauern in Madagaskar

Unilever, Symrise und die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH haben eine umfassende Initiative ins Leben gerufen, um rund 4.000 Vanillebauern in der Sava-Region in Madagaskar bessere Lebensbedingungen zu ermöglichen. 

Die Entwicklungspartnerschaft umfasst ein dreijähriges Programm, das 32 Gemeinden sowie 44 Schulen erreichen wird und somit das Potenzial hat, das Leben von 24.000 Menschen in einer der ärmsten Regionen der Welt zu verbessern. Die Entwicklungspartnerschaft wird im Rahmen des Programms developpp.de des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert.

Vanilleversorgung sichern und Gemeinschaften unterstützen
Madagaskar erzeugt 79 Prozent des weltweiten Angebots natürlicher Vanille. Unilever verwendet große Mengen des Erzeugnisses in seinen führenden Eiscrememarken wie Magnum, Breyers und Carte D'or. Die jetzt geschlossene Partnerschaft hat das Ziel, Unilevers Vanilleversorgung für die Zukunft zu sichern und die kleinbäuerlichen Gemeinschaften zu unterstützen, indem sie den Zugang zu weiterführender Schulbildung verbessert und die Bauern in bewährten Anbaumethoden schult.

Wirtschaftliche Unabhängigkeit der Bauern fördern
Das Programm setzt auf praxisnahe Trainingskurse, so genannte Farmer Field Schools, um den Vanille-Ertrag zu erhöhen und die Kleinbauern bei der Diversifizierung ihres Anbaus zu unterstützen. Dadurch können die Bauern mehr Geld mit der Vanille verdienen, ihre eigene Nahrungsmittelversorgung verbessern und in weniger ergiebigen Perioden andere Ernteprodukte verkaufen. So erhöht das Programm ihre wirtschaftliche Unabhängigkeit. Durch die Schulung von Lehrern und die Bereitstellung von Unterrichtsmaterial trägt es außerdem dazu bei, in den Grundschulen die Aufklärung über Umweltthemen zu verbessern. Darüber hinaus sollen landwirtschaftliche Fachschulen zur Ausbildung junger Menschen zu Vanillebauern entstehen. Die Dorfgemeinschaften bestehen zu etwa 50 Prozent  aus Frauen. Das Projekt behandelt diese Frauen und Schülerinnen gleichberechtigt. Diese beteiligen sich aktiv am Vanilleanbau und bewirtschaften gleichermaßen das Land. Zwischen 20 und 30 Prozent der bäuerlichen Haushalte werden von Frauen geführt.

Partnerschaften beeinflussen Entwicklungen positiv
Symrise und Unilever arbeiten bereits seit mehreren Jahren mit Kleinbauern in der Sava-Region zusammen. Die neue Partnerschaft mit der GIZ, die hier im Auftrag des BMZ tätig ist, wird das Vorhaben auf Madagaskar weiter voranbringen. Als Bundesunternehmen auf dem Gebiet der internationalen Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung ist die GIZ in mehr als 130 Ländern weltweit tätig und bringt ihre umfangreichen regionalen Kenntnisse und ihr Fachwissen ein. Sie unterstützt die Partner dabei, das Programm vor Ort umzusetzen, beispielsweise durch die Konzeption von Schulungsmaterialien für die Bauern und bei der Qualitätssicherung der Trainings. Bei einem Vorgängerprojekt von Symrise und der GIZ wurden zwischen 2010 und 2012 im Norden Madagaskars 500 Bauern zu nachhaltigen landwirtschaftlichen Anbaumethoden, Prinzipien des fairen Handels und den Grundlagen der Zertifizierung und Vermarktung geschult. Mit Erfolg: Im Durchschnitt konnten die 500 Vanilleproduzenten ihr Einkommen um 24 Prozent steigern.

Dhaval Buch, Beschaffungsvorstand bei Unilever, erklärte: „In unserem Unilever Sustainable Living Plan haben wir uns ehrgeizige Ziele gesetzt, um Kleinbauern stärker einzubinden und uns für eine Verbesserung ihrer Lebensbedingungen einzusetzen. Diese Initiative ist ein großartiges Beispiel wie wir ihnen helfen können, ihre landwirtschaftlichen Anbaumethoden zu verbessern und es ihnen somit ermöglichen, wettbewerbsfähiger zu werden. Für uns war ausschlaggebend, dass dieses Programm Kleinbauern in den Mittelpunkt rückt und die (Aus-)Bildung von Frauen fördert.“ „Es ist entscheidend, dass wir die Ergebnisse unserer Arbeit stetig auswerten, um genau zu verstehen, wie die Bauern von unserem Engagement profitieren. So können wir die richtigen Einschätzungen und Empfehlungen geben – für die Zukunft und auch in anderen Bereichen unserer Lieferkette“, fügte Buch hinzu.

Symrise, Pionier nachhaltiger Vanillebeschaffung
Symrise gilt als „leidenschaftlicher Pionier“ auf dem Gebiet der nachhaltigen Vanillebeschaffung. Das Unternehmen ist der einzige voll integrierte Aromenhersteller in Madagaskar. Die Mitarbeiter von Symrise leben und arbeiten vor Ort als Nachbarn und teils Freunde der Kleinbauern. Dr. Heinz-Jürgen Bertram, Vorstandsvorsitzender der Symrise AG, erläuterte: „Wir freuen uns über das umfassende Entwicklungsprogramm, das wir gemeinsam mit unseren Partnern Unilever und GIZ auf den Weg gebracht haben. Nachhaltige Wertschöpfung bildet den Kern unserer Unternehmensstrategie. Das verstärkte Engagement bietet uns die Chance, Werte für alle zu schaffen.“