DLG-Trendmonitor 2018: Investitionen und Trends in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie

Predictive Maintenance weiter hoch im Kurs

DLG-Trendmonitor 2018

Wie steht es um das aktuelle Investitionsklima in der Lebensmittelindustrie und welche Technologien etablieren sich im Markt? Im Vorfeld der Anuga Foodtec 2018 hat das DLG-Fachzentrum Lebensmittel 143 Produzenten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zu aktuellen Branchenentwicklungen befragt. An der Studie „DLG-Trendmonitor“ beteiligten sich Unternehmen verschiedener Lebensmittelbranchen und unterschiedlicher Betriebsgröße.

In den kommenden drei Jahren planen die an der Studie teilnehmenden Unternehmen insbesondere Ersatzinvestitionen, Investitionen zur Kapazitätserweiterung und zur Effizienzsteigerung. Im DLG-Trendmonitor 2012 verlief der Trend noch umgekehrt: In die Automatisierung und Effizienzsteigerung planten seinerzeit mehr Unternehmen zu investieren. Im Gegensatz zu der vergangenen Erhebung aus 2015 nahm auch der Prozentsatz an Unternehmen ab, die Investitionen für Innovationen vorsehen. Da die Ertragslage in den Betrieben des deutschsprachigen Raums weiterhin angespannt ist, überrascht es nicht, dass häufiger in Ersatzbeschaffungen und in die Effizienzsteigerung investiert werden soll, als in Innovationen und neue Technologien. Hersteller, die ihre Produkte international vermarkten, profitieren von steigender Kaufkraft, positiven Entwicklungen in Schwellenländern und vom Bevölkerungswachstum – aber auch das internationale Business ist von Unsicherheiten geprägt.

Investitionen in Nachhaltigkeit

Die weltweit steigende Nachfrage nach Rohstoffen und Energieträgern sowie die Folgen der weltweiten Klimaveränderung führen zu dem Zwang, das aktuelle Handeln und Wirtschaften zu hinterfragen. Ein schonender und gleichzeitig effizienter Umgang mit natürlichen Ressourcen ist die Schlüsselkompetenz zukunftsfähiger Gesellschaften. Dazu gehört die effektive und effiziente Gestaltung der Wertschöpfungsprozesse, indem Material, Energie und Kapital optimal eingesetzt werden. Also die bestmögliche Nutzung von Ressourcen – für eine bessere Nachhaltigkeit, eine geringere Umweltbelastung und für Einsparungen in den verschiedensten Unternehmensbereichen. Dies gilt auch bei der Herstellung, Lagerung und dem Transport von Lebensmitteln.

Für den Trendmonitor wurden die Unternehmen gefragt, ob sie bereits in ökologische Nachhaltigkeit investiert haben beziehungsweise ob sie planen, in den nächsten drei Jahren in diesen Bereich zu investieren. Ersichtlich ist, dass bisher besonders in Energiemanagement, Abfallvermeidung durch effizientere Prozesse und Verwertung von Rohstoffen investiert wurde. Das Thema Energiemanagement wird auch zukünftig eine zentrale Rolle spielen. 64 Prozent der antwortenden Firmen wollen in den nächsten drei Jahren weiter in diesen Bereich investieren. Auch gewinnen Technologien zur Reduzierung von Wasser-, Kälte-, Wärme- und Stromlasten an Bedeutung. Deutlich geringer ist dagegen die Bereitschaft, in die Verwertung von Rohstoffen und in Re-Work zu investieren.

Predictive Maintenance, RFID, intelligente und aktive Verpackungen

Neben Fragen zur Investitionsbereitschaft und Ressourceneffizienz wurden solche bezüglich des aktuellen Einsatzes von Verfahren und Technologien wie beispielsweise Predictive Maintenance, RFID, intelligente und aktive Verpackungen gestellt. Mögliche Störungen und drohende Ausfälle von Maschinenkomponenten können durch eine permanente Zustandsüberwachung und entsprechende Datenauswertung vermieden werden.

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